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Die neun Weisungen der Liebe  – von Matthias

 

München, 22. November

 

Gerade erfüllt eine neue/alte Liebe mein Leben. Und sie hat mich daran erinnert, was ich vor Jahren einmal in einem Roman über sie geschrieben habe:

 

 

Die erste Weisung der Liebe:

Habe den Mut zur Ehrlichkeit. Sei ehrlich zu dir selbst und zu deiner Partnerin oder zu deinem Partner. Von Anfang an. Trage Konflikte aus, aber verletze nicht.

 

Die zweite Weisung der Liebe:

Lache über dich und die Dramen der Liebe.

 

Die dritte Weisung der Liebe:

Verstelle dich nicht. Sei du selbst. Stehe zu dir und vertraue.

 

Die vierte Weisung der Liebe:

Sei stark und klar in deinem Handeln. Um das zu tun, verschaffe die zuerst Klarheit über dich selbst.

 

Die fünfte Weisung der Liebe:

Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich. Schiebe deiner Partnerin oder deinem Partner keine Verantwortung für Gefühle zu, mit deren Ursache sie oder er nichts zu tun hat.

 

Die sechste Weisung der Liebe:

Erkenne, was der andere für dich tut. Gib ihr oder ihm Anerkennung dafür. Immer wieder. Und danke dem Leben für alles, was ist. Du kannst nur Liebe schenken, wenn du Dankbarkeit kennst.

 

Die siebte Weisung der Liebe:

Wisse, dass Liebe mehr ist als nur ein Gefühl. Liebe mag für dich selbst Gefühl sein, deine Partnerin oder dein Partner aber nimmt sie aus deinen Handlungen wahr. Liebe empfindet man nicht nur, Liebe tut man.

 

Die achte Weisung der Liebe:

Bleibe bei deiner Liebe. Halte an der Zuneigung fest. Lass in deinem Herzen niemals die Verbindung mit dem anderen schwächer werden.

 

Die neunte und letzte Weisung der Liebe:

Handle nicht aus Angst. Prüfe, ob deine Handlungen von Angst geprägt sind. Erkenne, dass Angst sehr alt sein kann. Suche sie und befreie dich von ihr. Denn in der Angst kann keine Liebe sein.

 

Das ist leicht zu schreiben, aber es ist oft weit weniger leicht, danach zu leben ...

Chaos und Ordnung  – von Matthias

 

München, am 8. November

 

Ich führe einen Faceobook-Account – aber ich poste dort grundsätzlich nichts außer Beiträgen zu meinem Blog, den ich ‚Weisheiten von unterwegs’ genannt habe.

 

Meine 174. Weisheit von unterwegs, gepostet am 4. November als Kommentar zu dem linken Bild oben, lautete: „Sobald du das Chaos betrittst, öffnet sich die eigentliche Welt."

 

Der Schauplatz war die gigantische Raumistallation "Never Give Up The Spot" des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn in der Stuck Villa in München.

 

Eine der Antworten darauf lautete: „Welche eigentliche Welt meinst Du denn? Ich finde in meinem Chaos nie andere Welten. Hast Du was genommen???“

 

Ich vermute, dass jemand sein persönliches unübersichtliches Durcheinander mit dem allumfassenden Chaos verwechselt hat.

 

Darum lautete meine Erwiderung: „Ich nehme nie was!!! Abgesehen davon ist unsere eigentliche Welt – also die nicht von uns geordnete und strukturierte Scheuklappen-Version – auf der Quantenebene tatsächlich chaotisch. Und wenn Du das Chaos dieser Installation betrittst, beginnt sich nach der ersten Abscheu die Aufmerksamkeit zu schärfen und hunderte, tausende einzelne Spuren von Lebendigkeit, Austausch, Kreativität, Banalität, Genie, Wut, Liebe, Unsinn und Wahrheit zeigen sich.“

 

Die Antwort darauf war dann ein knappes „Okay“.

 

Das war das Ende des Austauschs.

 

Was noch zu sagen gewesen wäre: Ich scheue mich nicht, auch die strenge Ordnung zu betreten wie im rechten Bild oben. Denn Chaos und Ordnung existieren wie zwei Seiten einer Münze.

 

Darum weiß ich: Nur im Chaos findet das beängstigend ungezügelte Leben statt. Dem Chaos muss man psychisch und physisch gewachsen sein. Die Ordnung hingegen schafft klare Bezugssysteme und Routine und gibt damit Sicherheit.

 

Spirituell sein bedeutet für mich, zwischen diesen Extremen in freiem Spiel zu pendeln ...

Hommage an die Magie Irlands  – von Matthias

 

Ballytrent House, Kilrane/Irland,

25. Oktober

 

Fast 50 Jahre ist es her, dass meine Eltern nach Irland ausgewandert sind. Mehr als 25 Jahre ist es her, dass ich zusammen mit Satsanga für den Goldmann Verlag den Reiseführer „Magisch Reisen Irland“ über meine zweite Heimat geschrieben und fotografiert habe.

 

Tief, tief sind wir damals in die Magie der grünen Insel am Rande Europas eingetaucht.

 

Aber seither hat sich Irland verändert. Die Insel ist moderner geworden, die Straßen breiter, die Nächte heller, die Autos größer, die Pubs cooler, das Leben schneller. Und die schmucklosen, zweckmäßigen Bungalows in der Landschaft haben sich vervielfacht.

 

Und die Magie? Die Magie Irlands, die ich so liebe?

 

Gerade bin ich wieder drei Wochen durch die grüne Insel gereist und habe die Magie gesucht. Dafür bin ich von den Hauptstraßen abgebogen und habe auch die Nebenstraßen hinter mir zurückgelassen.

 

Ich bin über Mauern geklettert, habe Verbotsschilder ignoriert, habe auf Friedhöfen und in Klosterruinen gesucht, bin durch weit wehende Regenvorhänge dieses Herbstes in die Moorberge gestiegen, habe Menschen in den Pubs befragt und mich von Wegweisern ins Leere führen lassen.

 

Und ich habe die Magie gefunden. Sie hat sich weit vor der Moderne zurückgezogen, aber sie lebt.

 

Auf einem verlassenen Friedhof bin ich inmitten der verfallenden christlichen Gräber auf einen Stein mit dem Abbild einer heidnischen Muttergöttin gestoßen. In einem regennassen steinzeitlichen Steinkreis habe ich auf dem uralten Opferstein Gaben aus der Gegenwart gefunden. In einem Ringfort habe ich die Höhleneingänge von Feen entdeckt. Vor einer von Efeu überwucherten Kirchenruine war auf einem Sarkophag eine Sammlung verrosteter Sarggriffe aufgereiht worden ...

 

Immer war ich ganz allein. Immer habe ich mir alle Zeit der Welt gelassen. Immer war ich glücklich. Und wieder wurde überreich beschenkt ...

Das Atmen des ZEN  – von Matthias

 

Dingle/Irland, am 11. Oktober

 

Manchmal werde ich gefragt, wie oft ich meditiere. Und wenn ich sage, mindestens ein halbes dutzend Mal am Tag, denken viele, ich übertreibe maßlos. Woher sollte ich diese ganze Zeit nehmen?

 

Aber es ist tatsächlich so.

 

Als ich vor etwa zwölf Jahren einen großen Essay über Mystik und Mystiker schreiben sollte, bin ich bei der Recherche auf eine phänomenal einfache und dennoch vollkommene Meditation in der Schule des ZEN gestoßen.

 

Und diese Meditation praktiziere ich seither – tatsächlich mindestens ein halbes dutzend Mal am Tag, weil sie so einfach und dennoch vollkommen ist.

 

Natürlich bildet wie bei so vielen Meditationen das Atmen, das langsame, tiefe, gleichmäßige Ein- und Ausatmen die Basis.

 

Nur dass man bei dieser Meditation, um den bei normalen Menschen (wie ich es bin) so nimmermüden Geist zu beschäftigen und gleichzeitig absolut zu fokussieren, eine Sache machen soll:

 

Beim ersten Einatmen soll man die Zahl 1 denken. Beim Ausatmen danach soll man nichts denken.

 

Beim zweiten Einatmen soll man die Zahl 3 denken. Beim Ausatmen danach soll man nichts denken.

 

Beim dritten Einatmen soll man die Zahl 5 denken. Beim Ausatmen danach soll man nichts denken.

 

Beim vierten Einatmen soll man die Zahl 7 denken. Beim Ausatmen danach soll man nichts denken.

 

Beim fünften Einatmen soll man die Zahl 9 denken ... Aber jetzt soll man beim Ausatmen danach die Zahl 10 denken.

 

Nach dieser Umkehr soll man beim nächsten Einatmen wieder nichts denken. Beim Ausatmen danach soll man die Zahl 8 denken.

 

Beim nächsten Einatmen soll man nichts denken. Beim Ausatmen danach soll man die Zahl 6 denken.

 

Beim nächsten Einatmen soll man nichts denken. Beim Ausatmen danach soll man die Zahl 4 denken.

 

Beim nächsten Einatmen soll man nichts denken. Beim Ausatmen danach soll man die Zahl 2 denken.

 

Und ... beim nächsten Einatmen soll man wieder die Zahl 1 denken. Beim Ausatmen danach soll man nichts denken.

 

Und so weiter. Der Atem-Zahlen-Kreis schließt sich und beginnt aufs Neue.

 

Durch das Denken der Zahlen wird der Geist gebändigt, denn sobald man an etwas anderes als an die nächste Zahl denkt, verzählt man sich. Garantiert!

 

Und weil man weder das mit den ungeraden Zahlen belegte Einatmen noch danach das mit den geraden Zahlen belegte Ausatmen betonen soll, sondern völlig gleichmäßig atmen soll, ist höchste Achtsamkeit gefordert.

 

So entsteht ein innerer Atemkreislauf von äußerster Reduktion, wie es das Wesen des ZEN ist.

 

Diesen Atemkreislauf vollziehe ich immer sieben Mal – morgens nach den Aufwachen, bei allen Pausen (den willkommenen wie den unwillkommenen) während des Tages und abends bevor ich mich zum Schlafen lege.

 

Im Schnitt tatsächlich etwa sein halbes Dutzend Mal am Tag.

 

Die weißen, die roten und die wilden Derwische  – von Matthias

 

München, am 17. September

 

So erhaben, so schön, so berührend ist der Sema-Drehtanz der Sufi-Derwische. Wenn sie drehend und drehend in ihren weit schwingenden weißen Röcken mit der Erkenntnis des sich ewig drehenden Universums und mit der Erfahrung des Göttlichen verschmelzen. So exotisch und schwingend die Musik dazu.

 

Es heißt, Rumi, der große Mystiker und Poet der Sufis, habe tagelang ununterbrochen den Drehtanz praktiziert und aus diesem bis zur Erschöpfung vollzogenen Tanz sein Meisterwerk, das aus 26.000 Versen bestehende ‚Mathnavi’, geschaffen.

 

Eine Ahnung von der Kraft des Sema-Drehtanzes habe ich selbst wieder und wieder erfahren dürfen – allerdings in einem ganz anderen Szenario: Im Rahmen der im Umfeld des indischen Weisheitslehrers OSHO entstandenen ‚No Dimensions Meditation’. Denn auch sie enthält eine Phase des „Sufi-Whirling.

 

Und in diesem Drehen, wenn man einmal die richtige Fußtechnik beherrscht, löst sich tatsächlich irgendwann die Wirklichkeit in einen dimensionslosen Zustand auf. Darum ist mir die ‚No Dimensions Meditation’ die liebste von allen OSHO Meditationen.

 

Wenn man das ‚OIMR’, das ‚OSHO International Meditation Resort’ in Pune/Indien besucht, sieht man dort immer wieder, wie auf dem weiten ‚Buddha-Grove’ nicht nur Männer, sondern hier auch Frauen das „Sufi-Whirling“ als Meditation vollziehen. Nur sind die Tänzerinnen und Tänzer nicht wie die Derwische in Weiß gekleidet, sondern in Maroon, der im Resort für alle verbindlichen Farbe der Roben.

 

So erhaben, so schön, so berührend! So exotisch und schwingend die Musik dazu! Und doch ist das alles irgendwie nur ein geschönter Teil der ganzen Wirklichkeit.

 

Zugegeben, von der anderen Wirklichkeit wüsste ich nichts, wenn ich nicht den Film ‚Weit’ gesehen hätte. Dieser Film dokumentiert die Weltreise eines jungen deutschen Paares, das so lange nach Osten gegangen bzw. getrampt ist, bis es nach über drei Jahren aus dem Westen wieder nach Hause zurückkehrte.

 

Und in einer kurzen Sequenz, ich glaube im Nordirak aufgenommen, sieht man den Sema-Drehtanz in seiner wilden, wüsten, wahnsinnigen Form. Auf irgendeiner Straße in irgendeiner Stadt sitzen Trommler im Kreis und heizen mit ihren hektischen Rhythmen Männer in abgetragener Alltagskleidung an, die sich in die Mitte des Kreises werfen, sich zu drehen beginnen, taumeln, aneinander stoßen, aus dem Kreis und über die Trommler stürzen, nur um hochzuspringen und sich wieder in das archaische, ekstatische, rauschhafte Chaos des Tanzes zu werfen.

 

Ich danke den jungen Filmemachern für diesen einen wundervollen Moment! Denn sie haben mir einen Blick über die Grenzen der mir bis dahin bekannten Wirklichkeit hinaus eröffnet.

Warum ich pilgere – von Matthias

 

München, 2. September

 

Am Anfang war nur eine jahrelange seltsame Sehnsucht. Bis ich endlich eines Morgens, an einem 1. Oktober, meine Wohnung in Esslingen verlassen habe, mit einem leichten Rucksack auf dem Rücken und einem handlichen kleinen Reiseführer in der Tasche. So habe ich mir die erste gelb-blaue muschelförmige Markierung des Jakobsweges an einem Laternenmast gesucht und bin losgegangen.

 

Zuerst war ich nur ein Eintages-, später ein Wochenend-Pilger. Aber ich bin gegangen, immer wieder, wenn ich Zeit hatte, immer ein Stück weiter. Bis ich nach 200 Kilometern quer durchs Land und über den Schwarzwald Freiburg erreichte. Dann kam ein Stillstand ... scheinbar.

 

Denn ich zog nach München um. Ich reiste mehrmals nach Indien und umrundete und bestieg dort mit den Pilgern des Hinduismus den Arunachala, ihren heiligsten Berg auf indischem Boden. Ich reiste mehrmals nach Ladakh und schritt dort mit den Pilgern des Buddhismus durch die Chörtenfelder und entlang der Manimauern des Himalaya zu ihren heiligsten Gompas.

 

Aber der Jakobsweg ließ mich nicht los. Freiburg war nicht das Ende, sondern nur eine drei Jahre währende Unterbrechung meines Weges. Denn vergangenes Jahr habe ich von dort meine Pilgerschaft wieder aufgenommen und bin an gewitterheißen Sommertagen die 85 Kilometer bis nach Thann im Elsass gegangen.

 

Auf allen diesen Jakobs-Etappen bin ich nie einem anderen Pilger begegnet, bin immer vollkommen allein, in vollkommenstem Alleinsein gegangen. Es war zuweilen extrem einsames Gehen. Es war wundervoll.

 

Und morgen mache ich mich ein weiteres Mal auf den Weg. Mit Zügen und Bussen werde ich nach Thann im Elsass fahren. Und von dort werde ich auf meiner Pilgerschaft fortschreiten, diesmal für 16 Tage und weitere 400 Kilometer bis nach Cluny in Burgund. Und hoffentlich werde ich wieder allein und abseitig durch die Landschaften gehen.

 

Warum ich pilgere? Nun, ich glaube einfach, es ist wichtig, zumindest einmal vom Reisenden zum Wanderer und dann zum Pilger zu werden. Für mehr als nur ein Dutzend Tage oder ein Dutzend Dutzend Kilometer.

 

Denn pilgern bedeutet immer gehen im Energiefeld vieler tausend Menschen, die glaubend, suchend, wissend, ahnend, zweifelnd, hoffend, betend diese Wege bereits gegangen sind. Und obwohl ich ein spiritueller Freigeist und ein notorischer Freigänger bin, erlebe ich jeden Schritt auf dem Jakobsweg als Gehen mit der Seele. Darum pilgere ich.

Die Engel spüren – von Matthias

 

München, 24. August

 

Ein Leitz-Ordner mit rotem Rücken. Darin sind in unzähligen Plastikhüllen Aufzeichnungen archiviert – auf weißem Papier, auf kariertem Recyclingpapier, mit nach rechts geneigter ansteigender Handschrift notiert, mit blauem Kugelschreiber, mit rotem Filzstift. Hastig aufs Papier geworfene Mitschriften, meistens auf Deutsch, dann wieder in lautmalerischem Englisch, dazu Zeichnungen, befremdliche Schriftzeichen.

 

Auf einem der Blätter mit dem Datum 23.6.06 steht:

 

Ein Meer der Unendlichkeit

Der Fluss des Lebens

Die Brücke der Liebe

 

Es ist der Moment, an dem mein Herz ermessen kann, womit sich mein Verstand seit zwei Jahren professionell beschäftigt.

 

Zu meinem Beruf als Autor gehört es, Struktur, Identität und das entsprechende Wording für Websites zu schaffen. Und das habe ich auch bei "angelion.de" getan.

 

Nur dass es sich hier um eine außergewöhnliche Website handelt: Die Website von Christina Roider, die viele Jahre lang Engel-Botschaften empfangen und als spirituelle Lebenslehrerin gewirkt hat.

 

Es war eine sehr inspirierende Tätigkeit, durfte ich sie doch beginnen, als Christina Roider noch unter uns weilte und ich sie persönlich kennenlernte.

 

Herzstück der Website sind die Botschaften, die seit 2018 Woche für Woche aktuell als "Botschaft der Woche“ hochgeladen und danach in das mittlerweile reich bestückte Archiv aufgenommen werden.

 

Bisher waren es Botschaften, die mir als bereits durch Christina Roider aufbereitete Word-Datei vorlagen, die es nur sorgfältig zu redigieren galt. Je mehr ich mit ihnen und ihrer oft anrührend schlichten Sprache beschäftigte, umso mehr sagten sie mir. Bereits so waren es Botschaften wie für mich empfangen.

 

Doch nun ist dieser Vorrat erschöpft. Darum habe ich heute von Christinas Mann Helmuth vier Ordner mit Christinas Original-Aufzeichnungen erhalten. Als ich sie öffne, um das Material zu sichten, geschieht etwas Überwältigendes.

 

Ich bin plötzlich dem authentischen Moment der Übermittlung dieser Botschaften so nah, wie man nur sein kann. Ich fühle mich wie bei einer Einweihung. Alles, was Christina Roider erlebt hat, spüre ich noch einmal nach, unmittelbar, intim, wahr, präsent, geheimnisvoll, einschüchternd, gültig, zeitlos, göttlich ...

 

Noch nie war ich Engeln so nahe. Was für ein Geschenk!

 

Wichtige Informationen:

 

Die Website von Christina und Helmuth Roider: www.angelion.de

 

Das Buch von Christina Roider: „Wenn der Himmel uns Menschen berührt“. Die Website dazu: https://www.angelion.de/Das-Buch

Im System des Hundes / Systemische Aufstellungen für Tiere – von Matthias

 

München, 17. August

 

Emma stammt aus Zypern. Sie ist mittelgroß, sehr schlank, mit sandfarbenen kurzen Haaren und großen Augen, die weit offen die Umwelt mustern. Und Emma verhält sich auffallend defensiv und still.

 

Das war nicht immer so. Bis vor zwei Jahren noch war Emma lebhaft, neugierig, lebenslustig, verspielt. Doch dann veränderte sich ohne äußeren Anlass ihr Verhalten. Es war, als wäre alle Lebensenergie und alle Lebensfreude von ihr gewichen.

 

Darum sind wir in einem hellen Raum im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn zusammengekommen, denn hier bietet Xenia Völker, Heilpraktikerin und Systemische Therapeutin, an diesem Mittwoch einen Termin für Systemische Aufstellungen an. Und Emmas Aufstellung wird die erste an diesem Nachmittag sein. Business as usual? Keineswegs! Denn Emma ist ein Hund, ein 3-jähriger Terrier-Mischling.

 

Tiere fragen, wie es ihnen geht und was sie brauchen? Xenia Völker weiß aus langjähriger Erfahrung mit ihren eigenen Hunden und Pferden: Ja! Das geht!

 

Sie sagt: „Systemische Aufstellungen verleihen Tieren eine Stimme. Sie erfassen die Situation, in der sich das Tier innerlich befindet. Sie bieten eine Möglichkeit, uns emotional, psychisch und physisch in das Tier hineinzuversetzen. Mit dieser Prozessarbeit können wir äußerst effektiv Lösungen bei Verhaltensauffälligkeiten oder chronischen Erkrankungen finden, die man dann auch im Alltag umsetzen kann.“

 

Und so lässt Xenia Völker Emmas Frauchen Stellvertreter für ihre Emma, für sich selbst, für die pure Lebensfreude, für die Blockade und für ihr eigenes höheres Selbst in den Raum stellen. Und ich folge dem Geschehen fasziniert. Ich habe viele systemische Aufstellungen erlebt, aber noch keine, in der ein Hund im Mittelpunkt steht.

 

Xenia Völker hat ganz eindeutig viel Erfahrung mit dieser Arbeit. Denn immer während des Prozesses, der nun abläuft, erinnert sie alle daran, in Emmas menschlicher Stellvertreterin den Hund zu sehen. Und sie lässt es nicht zu, dass sich das Geschehen unmerklich zu einer Aufstellung für Emmas Besitzerin entwickelt.

 

Zuletzt entsteht ein stabiles Aufstellungsbild, obwohl es ganz offensichtlich noch nicht die gute Lösung für Emma zeigt. Aber es gibt keine weiteren Bewegungen und Veränderungen mehr. Also fragt Xenia Völker alle Beteiligten, ob sie eine Quantenheilung vollziehen darf. Denn auch das zählt zu ihren Qualifikationen.

 

Sie erklärt kurz: „Die Erkenntnisse aus der Physik der letzten Jahrzehnte zeigen, dass wir letzten Endes aus reiner Energie bestehen. Materie, also unser Körper, unsere Knochen, ja sogar unser Gehirn, ist nichts anderes als eine Konzentration von Energieeinheiten (Quanten) in Form von Molekülen und Atomen. Der Unterschied von Quantenheilung zu anderen Heiltechniken besteht darin, dass sich der Heil-Fokus auf die Informationsebene (Quantenebene) eines Menschen richtet.

 

Auf der Quantenebene gehen Materie, Energie und Information gleichsam ineinander über. Deshalb kann eine Intervention in heilender Absicht auf dieser tiefsten Ebene eines Menschen die DNS eines Organs oder auch irgendeines anderen Problem-Phänomens direkt beeinflussen. Da Quantenenergie ungerichtet ist, kommt sie sowohl im System des Klienten (hier: Emma) als auch im System der Stellvertreter positiv zum Tragen.

 

Und tatsächlich: Als Xenia Völker nacheinander hinter die Stellvertreter getreten ist, ihnen sanft die Hände auf die Schultern gelegt und still die Quantenheilung vollzogen hat, löst sich das Aufstellungsbild. Die Blockade tritt zurück, Emma und ihre so lange blockierte Lebensfreude finden zueinander.

 

Natürlich hat Systemische Prozessarbeit immer auch einen Zukunftsaspekt: Was wird sich in Emmas Verhalten und im Zusammenleben mit ihrem Frauchen ändern.

 

Darüber werde ich in einigem zeitlichen Abstand an dieser Stelle in einem Nachtrag berichten.

 

Wichtige Informationen:

 

Xenia Völker bietet Systemische Aufstellungen in Kombination mit Quantenheilung ebenso für Menschen wie für Tiere an.

 

Websites von Xenia Völker: https://xeniavoelker.de/ und http://tierisch-hilfreich.de/

 

Wer Xenia Völker erleben möchte: An jedem 4. Mittwoch im Monat um 19:45 Uhr bietet Xenia Völker im Midheaven Bookshop Systemische Aufstellungen in Kombination mit Quantenheilung an.

 

Website des Midheaven Bookshop: http://www.midheavenbookshop.com

Seitenblick – von Matthias

 

Celante/Friaul – 10. August

 

Eine Fahrt im Flix-Bus von München nach Udine. Der Bus nur locker besetzt. Ein Fensterplatz auf der linken Seite für mich, der Gangsitz neben mir ist frei. Gut so. Draußen bleicht die Sonne dieses unendlichen Sommers die Landschaft aus, innen sorgt die Klimaanlage für angenehme Temperatur. Immer wieder Staus auf der Autobahn bis Salzburg. Ferienverkehr. Dann ist die Strecke frei.

 

Erster Stopp in Villach. Als wir dann weiter nach Süden fahren, verdüstert sich der Himmel über den Bergkämmen vor uns. Bald tauchen wir in den blaugrauen Schatten von Gewitterwolken. Der Bus rollt unbeirrbar weiter. Erster Wasserschleier ziehen wie Vorhänge über die Landschaft. Dann trifft der Regen auch uns. Regen, der aus zögerlichen Schauern schnell zu Starkregen wird. Und dann brechen die Wolken über uns auf. Die Welt draußen geht in Wassermassen unter.

 

Der Fahrer treibt den Bus mit rasenden ausschlagenden Scheibenwischern voran. Manchmal schaffen Tunnels eine kurze Unterbrechung, dann fällt das Wasser wieder über uns her. Die Sicht ist gleich Null. Ich schaue weiter aus meinem Seitenfenster ins prasselnde Nichts. Eine Fahrt wie diese habe ich lange nicht erlebt. Es gibt nichts zu sehen. Es ist wie Fahren im Inneren eines Wasserfalls. Aber auch das will ich nicht verpassen.

 

Mit einem Mal, irgendwann südlich von Pontebba, lichtet sich das Wasser und gibt den Blick frei in ein Seitental. Sieben Felswände ragen in unwirklicher Regelmäßigkeit gestaffelt auf. Im Regen sehe ich nur ihre Konturen. Scharfe Linien im verwaschenen Grau des Regens. Wie mit dem Tuschepinsel gesetzte Chiffren. Wie die reduzierte Kalligrafie einer Landschaft. Wie die meditativ vollzogene Überhöhung der Wirklichkeit. Wie der radikale Verzicht auf alles, was das Wesentliche nicht braucht.

 

Was ich aus dem Seitenfenster des Flix-Busses sehe, wirkt wie ein Sumi-e, die real gewordene alte Tuschzeichnung eines japanischen Meisters aus der Azuchi-Momoyama-Zeit des 16. Jahrhunderts. Und schon ist alles vorübergeglitten und vorbei.

 

Ich sehe mich im Bus um. Die anderen Fahrgäste whatsappen auf ihren Smartphones, unterhalten sich, lesen im Kindle, spielen auf ihren Tablets, schlafen, arbeiten am Laptop, hören Musik im Kopfhörer. Ich bin wohl der einzige, der diesen einen magischen, nur sieben Sekunden währenden zeitlosen Blick erhascht hat.

 

Denn wenn ich reise, kann ich nichts von alldem. Wenn ich reise, dann reise ich. Ausschließlich. Mehr habe ich nicht zu sagen ...

 

Das denkende Herz – von Matthias

 

München, 2. August

 

Seit Jahren vollziehe ich mehrmals täglich eine Meditation aus der japanischen Zen-Tradition. Sie ist einfach, dauert nur wenige Minuten und ist dennoch wirkungsvoll – genau richtig für mich. Doch nun hat mich Satsanga auf eine andere, von amerikanischen Wissenschaftlern entwickelte Meditation hingewiesen: Die Quick Coherence Meditation. Sie ist inzwischen Teil meiner täglichen Meditationspraxis geworden, denn auch sie ist kurz und einfach:

 

* Man sitzt oder liegt mit geschlossenen Augen. * Man atmet langsam ein und aus. * Man visualisiert, dass man nicht durch den Mund in die Lungen atmet, sondern durch das Herz in den Herzraum. * Man gleicht das Ein- und Ausatmen in Qualität und Dauer aneinander an. * Man wählt dafür am besten einen 5-Sekunden-Rhythmus. * Und wenn man all das getan hat, lädt man die Erinnerung an einen Moment des Glücks, der Liebe, der Harmonie, der Freude oder der Schönheit ein und atmet einige Minuten erfüllt von diesem Gefühl.

 

Doch so einfach diese Meditation ist, sie hat im wahrsten Sinne des Wortes weltbewegende Dimensionen. Denn sie ist erwachsen aus einem Universum an Erkenntnissen, die Wissenschaftler*innen einer Gruppe namens HeartMath gewonnen haben. Und einer der Forschungsinhalte war der Zusammenhang von Emotionen und Herzrhythmus.

 

Das Wichtigste in Kürze: * Jeder Herzschlag ist einzigartig und unterscheidet sich vom allen anderen. * Entsprechend unserer Gefühle zeigt das Herz unterschiedliche Pulsmuster. * Fühlen wir uns glücklich, geliebt, fröhlich, zeigt der Herzschlag ein kohärentes, harmonische Schwingungsmuster, fühlen wir uns hingegen gestresst, verärgert, ängstlich, zeigt er ein inkohärentes wirres Zackenmuster. * Das jeweilige Muster des Herzschlages beeinflusst unser Denken, Planen und Handeln und macht es entweder harmonisch oder wirr. * Denn das Herz sagt dem Gehirn, was zu tun ist, nicht umgekehrt.* Ja mehr noch: Das Herz hat (wie etwa der Magen auch) ein eigenes Gehirn, das wahrnehmen, fühlen und erinnern kann.

 

Ziel der Quick Coherence Meditation ist es, durch Atmung und Visualisation so effektiv wie möglich Geist, Herz, Verstand und Nervensystem harmonisch zu verbinden und so den Zustand der Kohärenz im Herz herzustellen.

 

Wichtig dabei: Herz-Kohärenz ist etwas anderes als Entspannung. Es gibt Studien, die zeigen, dass man im Zustand der Herz-Kohärenz ein sechsmal höheres Potenzial an Gesundheit, Lebensenergie, Intuition, Glück, Mitmenschlichkeit und kreativer Lebensgestaltung erreicht als im Zustand der Entspannung.

 

Das gilt für das Individuum ebenso wie für die Gesellschaft, denn wir strahlen wie Sender unsere Herzenergie aus. Das heißt, wir beeinflussen uns gegenseitig – mit unserer Kreativität, unserer Begeisterung unserer Spiritualität wie auch mit unserem Stress, unserer Angst, unsrer Wut. Darum müssen wir Verantwortung übernehmen für die Energie, die wir aussenden. Den Zustand der Herz-Kohärenz herbeizuführen und zu halten ist segensreich für uns, aber auch für unsere Umgebung und letztlich für unsere ganze Welt.

 

Und noch etwas: Umfangreiche Versuchsreihen mit Testpersonen haben gezeigt, dass das Herz mit der Änderung seines Rhythmus auf positive bzw. negative Ereignisse bereits reagiert, bevor sie sich überhaupt ereignen – unabhängig von Raum und Zeit. Was die Forscher*innen des HeartMath Institute leisten, ist die längst fällige Verschmelzung von hoher Spiritualität und High-Tech-Wissenschaft.

 

Wichtige Informationen:

 

Website des HeartMath Institute: https://www.heartmath.org

 

Ein sehr gutes 20-Minuten-Video zur Herz-Kohärenz mit Deborah Rozman: https://www.youtube.com/watch?v=apK8h1B9UbQ

 

Eine weitere interessante Website: https://www.scienceandnonduality.com/

Die unmögliche Meditation – von Savita

 

Berlin, 26. Juli

 

Ein großer Kreis von Korbsesseln im Sand, ein Tisch in der Mitte, darauf zwei Flaschen Whisky und 12 Gläser für die zwölf Teilnehmer. Die Sonne versinkt langsam im Ozean, ein blassblauer Vollmond zeichnet sich am Himmel ab. Die Hitze des Tages legt sich sanft, das Licht wird weich, die Geräusche gedämpfter, letzte Strahlen spielen an den im Kreis geordneten Gläsern. Ebenso langsam wie der heiße indische Tag sich senkt, verstummen allmählich die Aufregung, die Gespräche unter den Teilnehmern.

 

Nach einer Weile der Ruhe, in der wir die kühle Luft, den Meergeruch einatmen folgt eine ruhige, klare Stimme, die uns durch die Stationen dieser Stunde führt. Matthias Weigold leitet uns an einen ruhigeren, aufmerksameren Ort in uns, wo sich unsere Sinne schärfen, unsere Gedanken verlangsamen und wir uns ganz  einlassen auf den Ort, auf den Moment und auf diese besondere Verschmelzung von Whisky und Meditation.

 

Mein Mann Crystal und ich organisieren unter dem Namen “Enfield is Prayer” seit fünf Jahren Motorradreisen quer durch Indien. Als wir im Januar 2018 bei einer dieser Touren in Ashwem an der Konkanküste von Goa Station machten, haben wir Matthias mit seiner WhiskyMeditation für einen Vollmond-Event am Strand eingeladen, denn dieser war selbst in Indien, nur einige Stunden entfernt.

 

Der Abend war eines der besonderen Highlights der Tour. Unsere Gruppe bestand in diesem Jahr aus einer besonders kontrastreichen Mischung von Männern und Frauen zwischen 20 und Ende 60 aus unterschiedlichsten Ländern und verschiedensten Lebenshintergründen. Es war wunderbar zu sehen, wie sie alle zutiefst berührt wurden, jede und jeder auf seine Art.

 

Ich selbst habe viele Formen der Meditationen mitgemacht – Tanzen, Singen, Schweigen, Schütteln, Schreien, Weinen, Wirbeln – aber diese ist ganz, ganz eigen. Man denkt, Whisky und Meditation, das geht nicht zusammen, aber es geht eben doch. Vielleicht, weil Whisky seit Jahrhunderten in Irland als das Wasser des Lebens und als ein Geschenk Gottes gilt. Oder weil unter Matthias’ Anleitung erst nach einer knappen halben Stunde tiefer Versenkung der erste Schluck genommen wird. Vielleicht geschieht es, weil es genau sieben rituelle, aufs Genaueste definierte Schlucke sind, mit denen der Whisky in größter Achtsamkeit getrunken wird. Aber eins ist klar, etwas geschieht mit allen.

 

Und die Wirkung ist wundervoll. Selbst die unruhigsten Teilnehmer, denen Meditation fremd vorkommt, die ihr vielleicht sogar skeptisch gegenüberstehen, finden zu langen Momenten der Stille. Anspruchsvolle Whisky-Experten teilen danach ihr Staunen mit mir. Und selbst diejenigen die ungern Alkohol trinken fühlen sich inspiriert, geheilt und versöhnt.

 

Die WhiskyMeditation – gerade weil in ihr zwei scheinbar unvereinbare Elemente verschmelzen – schenkt eine einzigartige spirituelle Erfahrung. Denn sie wird getragen vom göttlichen Spirit des Whisky und Matthias’ Stimme, Wissen, Führung und gelassener Meisterschaft.

 

Wichtige Informationen:

 

Website von Savita und Crystal

https://www.facebook.com/search/top/?q=enfield%20is%20prayer

 

Website von Matthias

www.whiskymeditation.de

Der absolute Moment – von Matthias

 

München, am 19. Juli

 

„Mut und Verbundenheit, so lautet das Motto des besonderen Begegnungstages am 15. Juli, zu dem Martina Haller ins Bachfeldhaus in Attenkirchen eingeladen hat.

 

Martina Haller ist die Frau, die die Methode #TiM Trandsformation in Minuten® entwickelt hat. Und Martina Haller – wer sie kennt, erwartet nicht anderes – brennt an diesem Tag bestens gelaunt und mitreißend ein Feuerwerk an Events ab: Verlosungen, Sharing-Runden, Interviews und ein Abendkonzert.

 

Es geht ihr darum, sich selbst zu feiern, aber vor allem darum, jene Leute zu würdigen, die sie auf ihrem Weg zu der außergewöhnlichen Frau begleitet haben, die sie heute ist.

 

Sie alle holt sie nacheinander auf die Bühne, um sie dort über den Mut erzählen zu lassen, der von ihnen allen einmal oder mehr als nur einmal bei der Hingabe an ihre Vision gefordert war:

 

Die Signs-Kalligrafin Jwala Gamper und den NeuLand-Visionär Karl Gamper. Die kompromisslose Sängerin Ute Ullrich. Die Selbstpräsentations-Coaches Leonie und Markus Walter. Den spirituellen Hip-Hop-Sänger Patrick Kammerer alias SEOM. Und zuletzt Tamara, die heute als die Frau lebt, die sie schon als kleiner Junge in sich gespürt hat.

 

Ihnen allen ist eines gemeinsam: Wie Martina Haller haben sie Jahre voller Widrigkeiten, Orientierungslosigkeit, wohlwollenden und dennoch falschen Ratschlägen, Angst und zäher Unbeirrbarkeit in ihrer Biografie.

 

Was für ermutigende Geschichten! Was für ein Tag! Was für ein Erfolg! So reich an Inspiration, an Begegnungen, Gesprächen, leckerstem Essen, Lachen und der Gelegenheit, neue Verbindungen knüpfen oder alte neu zu beleben.

 

Und dann geschieht es. SEOM, der längst große Hallen füllt, ist als Opening Act für Ute Ullrichs Konzert am Abend gekommen. Beide bauen ihr Equipment auf der Bühne auf, testen die Mikros, singen und sprechen erste Passagen – und plötzlich beginnen sie spontan ein freundschaftliches Hip-Hop-Battle vom Allerfeinsten. Frech, geistreich, witzig, reaktionsschnell, geistesgegenwärtig kreativ und übermütig lachend bei allem. Das ist unbändiges Leben! Das ist Lebensfreude pur! Wir alle, die wir Zeuge dieses absoluten Moments werden, staunen zuertst, klatschen dann, feuern die beiden an.

 

Ein Maximum an Energie ist mit uns – Herzensenergie. Dieser Moment ist nicht im Programm vorgesehen, aber er kann auch nur geschehen, weil Martina Haller den Rahmen geschaffen und ihn so eingeladen und möglich gemacht hat. 1000 Dank dafür an Dich, liebe Martina und an euch alle anderen!

 

Wichtige Informationen:

 

Websites von Martina Haller

www.transformation-in-minuten.de und www.facebook.com/martinahaller.de

Website von Jwala Gamper

https://signshop.tirol/

Website von Karl Gamper

http://www.neuland.vision

Website von Leonie und Markus Walter

https://leonie-markus.com

Website von SEOM

https://seom-music.de/

Website von Ute Ullrich

http://www.uteullrich.com/

Du vollkommener Mond – von Matthias

 

München, 12. Juli

 

Wer mit mir ist, bekommt es mit dem Vollmond zu tun. Denn ich bin bei Vollmond geboren und unserem immer wieder intensiv strahlenden Trabanten seit Jahrzehnten zutiefst verbunden.

 

Ich habe ihn schon in den Bergen über Alicante erwartet und in einer Bucht von Ko Phangan, am Kloster von Lamayuru im Himalaya und jetzt gerade erst wieder vor einer Bar hoch über dem Lago Maggiore, auf den Stufen eines grauen irischen Herrenhauses am Meer sitzend und im Meer schwimmend vor der Küste von Goa, über der kleinen Wüste am Istmo de la Pared auf Fuerteventura und an der Seafront von Key West. Einmal bin ich sogar in einem profanen Flixbus über die Autobahn von Würzburg nach Nürnberg genau auf einen rotgoldenen Vollmondaufgang zugesteuert worden – und war in stiller Ekstase.

 

Wenn ich zuhause in München bin, habe ich hoch unter dem Dach des alten Jugendstilhauses, in dem ich wohne, ein Fenster nach Osten. Hier kann ich den Vollmond mit einem Glas Prosecco immer wieder erwarten, begrüßen und feiern.

 

Ich weiß genau, wann Vollmond ist – und ich richte all mein Tun danach, seinen Aufgang nicht zu verpassen. Und warum? Ich beuge mein Haupt vor der Majestät des Vollmonds.

 

Alles an ihm ist stille Gelassenheit, Weisheit, Vollkommenheit, Zauber. Egal ob über fernen Horizonten oder über den Dächern meiner Stadt, er geht auf in unsagbar selbstbewusster Präsenz und gleichzeitig in absoluter Unbekümmertheit, dass er nur im Licht der Sonne strahlt. Und gerade das ist so wichtig! Denn der Vollmond ist sich seiner nachtschwarzer Schattenseite bewusst – und hat keine Scheu, uns auch diese zwei Wochen nach der Zeit der Fülle zu zeigen.

 

In allen Aspekten genau so zu sein, ist mir eigentlich spirituelles Ziel genug.

 

Und wenn Wolken den Vollmondaufgang verdecken? Dann flüstere ich den Haiku des japanischen Dichters Bashô: „Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit – sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes.“

 

Wichtige Information:

 

Der nächste Vollmond zeigt sich bei uns am 26. August.

Eine Nacht mit der Poesie der Sufis – von Satsanga

 

Eresos/Lesbos, 5. Juli

 

Gestern war wieder einmal unsere Sufi-Gedichte-Nacht. Sie ist Teil des Sufi-Festivals, das jedes Jahr in einem kleinen Osho Center auf der Insel Lesbos in Griechenland organisiert wird. Die Sufi-Gedichte-Nacht findet im Freien, im Buddha Grove statt – einem runden, weißen Marmor-Areal unter einer großen alten Eiche. Und jedes Mal bin ich tief bewegt, wie sehr dieser Abend uns alle berührt.

 

Die Struktur ist einfach: Eine Flöte spielt, begleitet von sanfter Trommelmusik. Dann Stille. Stille. Stille. Dann die Musik der Worte. Die Besucher unseres Centers kommen aus vielen Ländern, unsere gemeinsame Sprache ist darum Englisch. Und ich, die an diesem Abend die Poesie der Sufis vorlese, habe erkannt, dass die Gedichte des iranischen Poeten Hafiz etwas leichter zu verstehen sind als jene des berühmten Mystikers Rumi.

 

Bei den Sufis dreht sich alles um die Liebe, die Sehnsucht nach dem Geliebten, die Suche nach dem Freund. All dies sind Synonyme für Gott. In den Sufi-Gedichten, die ich vorlese, gibt es nichts Negatives, alles dient der Erhöhung des Geistes, jedes Wort beruhigt und ebnet den Weg zum Herzen.

 

Nach einer Stunde Musik und Sufi-Gedichten ist die Atmosphäre im Buddha Grove getränkt mit Frieden und Liebe. Die Grillen zirpen, in der Ferne ist ganz fein das Läuten der Glocken von den Halsbändern der Schafe in den umliegenden Bergen zu hören. Es gibt nichts zu tun, nichts zu erreichen, einfach nur mit dem Herzen lauschen und sich von den Worten wiegen und liebkosen lassen.

 

Und die Liebe breitet sich aus – genau wie Hafiz es in einem seiner Gedichte bereits vor 600 Jahren prophezeit hat: "No one has ever sat with Hafiz and not left for the better. No one can read my poems out loud in a tender loving voice and not narrow the difference, not narrow the gap between you and God."

 

Am liebsten möchte ich die Sufi-Gedichte-Nacht in die ganze Welt tragen. Zu den Partys an den Kiesbänken des  Münchner Isarufers. In die Szene-Cafés von Barcelona. An den Strand von Santa Monica. Es gibt so viele Möglichkeiten und es braucht so wenig. Überall finden sich ein Musiker, ein Gitarrenspieler oder Flötist und ein Trommler. Und überall, wo es Internet gibt, findet man den reichen Schatz der Sufi–Gedichte.

 

Denn dies erscheint mir offenkundig: Wann immer eine sanfte, liebende Stimme die Gedichte von Rumi oder Hafiz vorliest, passiert etwas im Äther, passiert etwas in uns, ist die Welt ein wenig friedlicher geworden und das Herz, das Weltenherz, das wir alle teilen, der Liebe ein bisschen näher gerückt.

 

Eine Kostprobe von unserem Abend:

 

A Suspended Blue Ocean

 

The sky

Is a suspended blue ocean.

The stars are the fish

That swim.

 

The planets are the white whales

I sometimes hitch a ride on,

 

And the sun and all light

Have forever fused themselves

 

Into my heart and upon

My skin.

 

There is only one rule

On this Wild Playground,

 

For every sign Hafiz has ever seen

Reads the same.

 

They all say,

 

"Have fun, my dear; my dear, have fun,

In the Beloved's Divine

Game,

 

O, in the Beloved's

Wonderful

Game."

Hafiz

 

 

Wichtige Informationen:

 

Link zum Sufi-Festival auf Lesbos: www.oshoafroz.com

 

Buchtipps:

 

Ich hörte Gott lachen: Gedichte inspiriert von Hafiz“ – von Daniel Ladinsky

Der Diwan: Eine Auswahl der schönsten Gedichte“ – von Hafis (= Hafiz)

Die Musik, die wir sind“ – von Rumi

Das Eine Lied“ – von Rumi

 

Eventtipp:

 

Am Samstag, 24. November, 20.00 Uhr findet zu Ehren von Rumi ein Sufi-World-Concert mit „Ahura“ statt. Ort: Ya Wali Heil- und Meditationszentrum, Kirchenstraße 15 – www.ya-wali.de

„Das Orakel der Indischen Götter“ von Isabel Arés – von Satsanga

 

Empfohlen vom Midheaven Bookshop

 

München, 28. Juni

 

Meine allerersten Tarotkarten kaufte ich vor gut dreißig Jahren. Das war damals hoch aufregend und sehr gewagt! Und es gab auch nur zwei Sets zur Auswahl: Die Karten von Aleister Crowley und jene von Rider Waite. Vielleicht war ich damals sogar schon im Midheaven Bookshop – ich erinnere mich nicht mehr genau. Damals entschied ich mich für den Crowley-Tarot, weil er mich zutiefst faszinierte.

 

Wieder einmal bin ich im Midheaven. Inzwischen gibt es natürlich ein überbordendes Angebot an Tarotkarten-Sets. Doch bevor ich beginnen kann, lustbetont im Angebot herumzustöbern, bekomme ich ein Set in die Hand gedrückt, ganz so, als hätte ich gerade eine Tarotkarte gezogen. Es ist „Das Orakel der Indischen Götter“ und die Empfehlung des Monats von Helena Mayer-Hajek, der Besitzerin des Midheaven Bookshop.

 

„Und warum diese?“ frage ich – obschon die Frage 'Warum' gerade im Bezug auf Tarotkarten eigentlich keinen Sinn macht. Aber ich bin hier ja sozusagen zur Recherche. Helena findet dieses Karten-Set eine unglaubliche Bereicherung für Yogalehrer und Schüler, Mantrasänger und alle Menschen, die nach Indien reisen oder in die indische Mythologie eintauchen wollen.

 

Als ich die Karten zuhause ausbreite, verstehe ich warum. Das Kaleidoskop der Farben Indiens – Pink, Rosa, noch mehr Pink, Lila, schreiendes Grün, viel Orange –ergießt sich auf meinem grauen deutschen Teppich. Und die vertrauten Götterfiguren, Ganesh der Elefantengott, Krishna und Radha das Liebespaar, die ommnipräsente Lakshmi, der gelassene Vishnu und die feurige Durga lächeln mich geheimnisvoll an.

 

Ich bin jeden Winter in Indien und diese Figuren kenne ich aus Tempeln und von Kiosken, sie baumeln an der Windschutzscheibe von Rikshas und Taxis, sie finden sich in jedem Wohnzimmer und Restaurant. Bei den Bildern handelt sich um sogenannte „Calendar Art“. Als Massenware hängen diese billig gedruckten glänzenden Götterbilder buchstäblich in jedem Winkel Indiens.

 

Doch wie immer verbindet sich in Indien das Profane mit dem Heiligen: Wie die Götter dargestellt sind, welche Farben sie tragen oder welche Symbole sie in der Hand halten, darf nicht verändert werden, denn dies alles gilt als heilig. Zudem befanden sich die Künstler in tiefem Gebet, während sie die Originalvorlagen malten, um während des kreativen Aktes den Kanal zu den Göttern zu öffnen. Es ist schön, dieses Wissen im Herzen zu tragen, wenn man sich den Karten widmet.

 

Isabel Ares, die das Set kreiert hat, war inspiriert von der Vision, "das alte Herz-Wissen, die reiche Mythologie und Symbolik Indiens in leicht verständlicher und spielerischer Form dem Menschen zugänglich zu machen". Und das ist ihr gelungen.

 

Tarotkarten zu legen bedeutet immer, die Kommunikation, mit unserem Unterbewusstsein in Gang zu bringen. Und dieses spricht, wie ein kleines Kind, stark auf Bilder und Farben an. Wenn nun indische Götter in unsere Wirklichkeit spazieren und mit ihren Botschaften unser Unterbewusstsein anregen, ist das ein wenig so, als habe man mittags den bayrischen Leberkäs durch ein Vegetable Kadai Masala ersetzt. Sprich: Es ist alles ein wenig unvertraut und exotisch, duftet aber herrlich und schmeckt ausgesprochen lecker.

 

In den nächsten Tagen ziehe zu jeder Gelegenheit meine indischen Tarotkarten zu Rat. Als Karte für Heilung von einer langen Krankheit begegnet mir Maha Laxmi – die große Laxmi, die mich auffordert, Frieden in meinem Herzen zu finden und dankbar und zufrieden zu sein für alles, was ist. Sie scheint auch eine Vorahnung von Wohlstand, Überfluss und Fülle zu bringen, die mich von all dem krankheitsbedingten Verzicht befreit. Das Motto der Karte steht über dem Namen der Gottheit: Bei Maha Laxmi ist es „Frieden“.

 

Ein guter Freund will wissen, wie das Wochenende wird, an dem er sich auf eine neue Beziehung einlässt. Und siehe da, er zieht die Karte des Narayana, des kosmischen Träumers, der ihn ermuntert, mutige neue Gebiete zu erkunden, seine Träume zu leben und sein Potential zu erforschen.

 

Erläuterungen zu Tarotkarten zu geben, ist eine Kunst für sich. In diesem Set bleiben bei einigen Karten, die Erläuterungen ein wenig nebulös, da bin ich von dem leider viel zu früh verstorbenen großen Tarot-Interpreten Hajo Banzhaf ein wenig verwöhnt. Allerdings ist die Quintessenz der Karte durch das übergeordnete Motto immer klar verständlich. Und wer möchte, kann die einzelnen Gottheiten auch einfach als Archetypen lesen, die im kollektiven Unterbewusstsein seit Jahrtausenden ihren Platz haben.

 

Neu bei diesem Set ist, dass man, statt die Karten nach einem vorgegebenen Muster zu legen, auch einfach auf die Rückseite des beiliegenden Büchleins schauen kann. Hier ist ein Kreis abgebildet, in dem sich in unsystematischer Anordnung alle Zahlen der 44 Karten befinden. So kann man intuitiv eine der Zahlen wählen und hat sich damit auf äußerst zeitsparende Art und Weise die Karte und die Botschaft erkoren, die gerade dran ist. Sozusagen das „Tarot für Eilige“ oder das „Tarot für zwischendurch“. Auch das habe ich einige Male mit viel Vergnügen ausprobiert.

 

Fazit: Ein sehr buntes und äußerst lehrreiches Tarot-Set für alle Indien-Fans und solche, die spielerisch die reiche indische Mythologie mit allen ihren Göttinnen und Göttern kennenlernen wollen.

 

Wichtige Informationen:

 

„Das Orakel der indischenGötter“ sowie kompetente Beratung zu weiteren speziellen Karten-Sets finden Sie im Midheaven-Bookshop, Reichenbachstraße 51. Website: http://www.midheavenbookshop.com/

 

Weitere Fakten zum „Das Orakel der Indischen Götter“ und zur Autorin Isabel Arés finden Sie im Menülink „Lieblingsdinge“.

Mantras der Erinnerung – von Matthias

 

München, 21. Juni

 

Ich kehre von einer meiner Reisen zurück und lese im Kinoprogramm, dass in meinem Lieblings-Lichtspielhaus der Film „Mantra – sounds into silence“ gezeigt wird. Schon am nächsten Abend besuche ich die Vorstellung. Ich muss den Film sehen. Ich kann gar nicht anders ...

 

Es ist ein sorgfältig gemachter Dokumentarfilm, der die wichtigsten Künstler der Szene vorstellt und zu Wort kommen lässt: Unter anderen Deva Premal und Miten mit Manose, Satnam Kaur, Krishna Das, Mirabai Ceiba, Jai Uttal. Zudem zeigt er aber auch anhand der Ergebnisse aktueller Gehirnforschung, wie intensiv, beruhigend, inspirierend und beglückend die Klänge und die in endlosen Wiederholungen gesungen Silben auf das Gehirn der Menschen wirken.

 

Ich sitze still in meiner hintersten Reihe und ganz am Rand, wie ich es immer tue. Tränen füllen meine Augen und fließen still über meine Wangen. Nicht weil ich einige der Künstler in tief berührenden Konzerten erlebt habe. Nicht weil ich einige der Schauplätze kenne, die Palmenküste Goas, Rishikesh am oberen Ganges, Arillas auf Korfu. Ich beweine, dass ich die Kirtans und ihre Mantras, seit viel zu langer Zeit aus meinem Leben verloren habe.

 

Es war einmal ... da habe ich zusammen mit der großen Liebe jener Zeit Mantras gesungen, jeden Abend, in der Stille ihres von der Intensität vieler Meditationen erfüllten Zimmers. Es war einmal ... da gehörte die Stimme von Satnam Kaur zu jedem der Tage, die ich mit einer neuen Liebe erleben durfte. Es war einmal ... da trieb mich eine Odyssee mit Fähren quer durch die Ägäis und mit Bussen über das griechische Festland – um auf Korfu einer mein Herz berührenden Einladung zu einem Konzert von Deva Premal und Miten mit Manose zu folgen. Es war einmal ...

 

Denn dann änderte sich mein Leben. Es wurde ebenso abenteuerlich wie zusammenhanglos, so aufwühlend wie einsam, so gewagt wie getrieben, so intensiv wie  flüchtig. Die Mantras, die göttlichen Begleiter vieler Jahre, blieben zurück, ihre Klänge verwehten.

 

Und nun sitze ich in der schützenden Dunkelheit des Kinos und die Mantras kommen mit einer Wucht zurück, die ich nie erwartet hätte. Darum die Tränen. Der Film wirkt, als würde mir jemand den Schlüssel zu einer Tür reichen, die ich vor zu vielen Jahren hinter mir habe ins Schloss fallen lassen.

 

Schon auf dem Weg nach Hause aktiviere ich auf dem iPhone meine Musik-Playlist. Ohne zu zögern wähle ich „Jaya Jagatambe“ aus dem alten Album „Pilgrim Heart“ von Krishna Das, dem männlichsten aller Mantrasänger. Und seither singe ich wieder. Jeden Tag. Zuerst noch mit Tränen in den Augen, dann mehr und mehr lächelnd. Ich kehre zu mir zurück. „Jaya Jagatambe he Maa Durga! – Hab keine Angst, Durga die Göttin von Sieg und Befreiung, ist an deiner Seite!“

 

Wichtige Informationen:

 

Die aktuellen CDs sowie die Klassiker von den wichtigsten Mantra-Künstlern zum Reinhören und Auswählen finden Sie hier:

Akasha Buchhandlung – Buttermelcherstraße 3 – 80469 München

Esoterischer Buchladen Haidhausen – Sedanstraße 29 – 81667 München

Labegu – Laden der Begegnung – Königswieser Straße 5 – 81475 München

Midheaven Bookshop – Reichenbachstraße 51 – 80469 München

 

Einer der aktivsten Mantrasänger in München ist Philipp Stegmüller, der im „Mantra Singing Circle“ regelmäßig Kirtan-Singkreise veranstaltet. Seine Website: http://www.mantra-singing-circle.de

In den Händen von HH – von Matthias

 

München, 7. Juni

 

Eine Schleimbeutelentzündung am linken Ellenbogen. Hitze, Schwellung bis hinunter zum Handgelenk, Druckschmerz. Irgendwie rätselhaft in Griechenland über Nacht aufgetreten. Ein Stich? Eine entzündete Verletzung? Vergiftung durch unsauberes Leitungswasser? Alles unklar. Gut so!

 

Denn endlich habe ich einen Grund, den Mann aufzusuchen, für den ich mich schon eine ganze Weile interessiere: Hans Hochenegg, energetischer und geistiger Heiler aus Tirol. Er kommt regelmäßig in die Akasha Buchhandlung und stellt hier seine Fähigkeiten den Menschen zur Verfügung. Also lasse ich mir einen Termin geben.

 

Ich kenne Fotos von Hans Hochenegg, er sieht darauf jung und ernsthaft aus. Genau das ist er, als ich ihm dann persönlich begegne. Und mehr noch: Ruhig, klar, sicher.

 

Wir nehmen auf einfachen Stühlen einander gegenüber Platz. Zu Beginn habe ich nicht viele Worte. Ich bin vor allem neugierig, beschreibe meine Beschwerden und will mich der Energie von Hans Hocheneggs Händen überlassen. Er meint, es würde nur wenige Minuten dauern.

 

Hans Hochenegg tritt zu mir, aber er berührt mich kaum. Oder besser: Er berührt eher meine Aura als meinen Körper. Eine Hand vor meiner Brust, die andere am Hinterkopf. So verweilt er. Und was fühle ich? Einen erstaunlich starken Halt, den mir Hans Hocheneggs Hände geben. Tiefe Stille. Vollkommene Stille. Allein dafür hat sich mein Kommen schon gelohnt. Und dann ein ganz leichter Kitzel auf der Stirn, als würde Hans Hochenegg dort feine Zeichen schreiben.

 

Nach wenigen Minuten ist die Behandlung tatsächlich vorbei. Wir sitzen uns wieder gegenüber. Warum er meinen wehen Ellenbogen nicht berührt hat, will ich wissen. „Es wäre, als würde man in einer Wunde kratzen. So kann keine Heilung geschehen“, antwortet Hans Hochenegg. „Außerdem findet die Energie den richtigen Weg.“

 

Was mich dann erstaunt: Hans Hochenegg sagt, dass die Energie viel mehr in meine linke Schulter und gar nicht in den akuten Ellenbogen geflossen sei. Und fügt hinzu, dass ich zu viel trage: Alte Lasten, zu viel Verantwortung. Wie Recht er damit hat! Ich soll zu meiner Heilung diese Dinge loslassen und zurücklassen. „Und mein Ellenbogen?“ frage ich. „Vergiss den Ellenbogen. Nimm die Aufmerksamkeit von ihm. Dann fügt sich alles.“

 

Und jetzt will ich doch mehr von dem jungen Mann mit den heilenergetischen Händen wissen. Ruhig und offen beantwortet er meine Fragen. Er hat seine Fähigkeiten von seinem philippinischen Großvater mütterlicherseits und seinem Tiroler Vater Leonhard geerbt, der ein weit über seine Heimat hinaus bekannter Heiler war. Aber er hat diese Fähigkeiten stetig weiter verfeinert und individuell perfektioniert, hat dazugelernt, hat Neues probiert.

 

Und er hat seine Wahrnehmung für die Menschen geschärft: Wie sie aussehen, wie sie sich bewegen, wie sie sprechen. Dieses Erkennen und seine Fähigkeiten helfen Hans Hochenegg, die gesundheitlichen Schwachpunkte und Energiedefizite der Menschen zu finden und durch die heilenergetischen Kräfte seiner Hände neu zu füllen – auf dass die Selbstheilungskräfte des Körpers ihre Arbeit tun können.

 

Das ist jetzt 11 Tage her. Was macht mein Ellenbogen? Sehr Eigenartiges ist geschehen! In den ersten Tagen nach dem Besuch bei Hans Hochenegg gingen Schwellung, Hitze und Schmerzen nur ganz langsam zurück. Dann aber, während ich mir Gedanken zu diesem Blog machte und begann, ihn zu schreiben, war die Besserung geradezu sprunghaft. Heute, am 7. Juni, ist die Entzündung bis auf eine leichte Schwellung verschwunden.

 

Wichtige Informationen:

 

Der nächste Termin von Hans Hochenegg in der Akasha Buchhandlung: Montag, 30 Juli

 

Website der Akasha Buchhandlung: https://akasha-buchhandlung.de

 

Website von Hans Hochenegg: https://www.hochenegg.com

Einsichten zu Krankheit und Heilung – von Satsanga

 

München, 1. Juni

 

Wenn unsere Schulmedizin jemanden mit den ihr bekannten und von ihr benutzten Mitteln nicht heilen kann, bezeichnet sie ihn als 'unheilbar' krank. Doch das ist eine Form von Konditionierung – genau wie in der Religion. Auch in der Schulmedizin darf man nicht zu einer anderen 'Religion', sprich Heilweise, wechseln. Das wird verteufelt und es wird alles versucht, sowohl den Patienten als auch die Heiler ins Lächerliche zu ziehen oder ihnen sogar das Handwerk zu legen. Die moderne Form der Inquisition.

 

Was die Schulmedizin damit anrichtet, ist im wahrsten Sinne des Wortes 'fatal'. Wenn der Patient ihr glaubt (genau wie in der Religion), nimmt er sich selbst jede Chance zur Heilung. Er ist programmiert. Dies ist gut, jenes ist schlecht. Dies kann geheilt werden, jenes nicht. Sein Unterbewusstsein ist nun überzeugt, er sei nicht heilbar. Und dieser Glaube kann für ihn tödlich sein. Ihm 'geschieht nach seinem Glauben'.

 

Als Patient pass auf! Befreie Dich von allen Konditionierungen. Halte dich niemals für unheilbar. 'Unheilbar' heißt nur, dass eine bestimmte medizinische Ausrichtung keine geeigneten Mittel für dich hat. Also suche weiter.

 

Heilung ist nicht abhängig von einem bestimmten Weg oder einem speziellen Mittel. Es ist immer die eigene Energie, die jemand in sich aufbaut, um zu heilen. Je mehr Energie, umso größer die Chance zu heilen. Vielleicht kümmert sich jemand leidenschaftlich um seine Ernährung, dann wird dies ihn heilen. Oder Gebete, Meditation, alternative Heilweisen, die Natur, ein Retreat – was immer ihn mit großer Leidenschaft, im Sinne von 'Passion' erfüllt, dies wird ihn auch heilen.

 

Deshalb ist der Weg zutiefst individuell – man kann ihn nicht einfach nachmachen. Es gibt viele Bücher von Menschen, die sich auf diese oder jene Art von ihrer Krankheit befreit haben, aber diese können nur Anregung und Inspiration sein, um die eigene Energie aufzubauen. Erhöhe deine eigene Energie, deine Leidenschaft, deine Passion für deinen eigenen Heilungsprozess. Du kannst dich von anderen anregen lassen, aber versuche nicht, genau deren Weg zur Heilung nachzuahmen, denn deiner mag ganz anders aussehen.

 

Nimm Umwege und 'Fehler' in Kauf. Ein 'Fehler' kann dich auch näher ans Ziel führen.

 

Viele Menschen haben sich geheilt, weil sie sich weigerten, an ihre 'Unheilbarkeit' oder an ihr vorzeitiges Ende zu glauben. Sogar Bäume tun dies manchmal. Siehe unter https://bewusst-vegan-froh.de/20-zaehe-baeume-die-sich-weigern-zu-sterben/ und staune.

 

Terry Wahls, eine an Multipler Sklerose erkrankte Ärztin, saß bereits im Rollstuhl und fand mit Hilfe einer von ihr entwickelten speziellen Diät aus dem Rollstuhl heraus und zurück ins Leben. Anita Morjaani, angeblich 'unheilbar' an Krebs erkrankt, lag bereits im Sterben, hatte eine Nahtod-Erfahrung und erlebte danach eine vollkommene Remission aller Symptome. Dr. Joe Dispenza veröffentlicht auf seiner Website tausende von Heilungen von Menschen, die seiner geführten Heilmeditationen praktizierten.

 

Viele Kranke fanden aufgrund angeblich unheilbarer Situationen selbst neue Heilmethoden. Das Feuer, das in ihnen brannte, war so stark, dass sie etwas Neues entdeckten. Beginn war jedoch immer der Ausstieg aus dem Paradigma 'das ist nicht möglich'.

 

Heilen heißt immer, das ganze Potential nutzen, alle Türen offenhalten, nichts ausschließen, alles in Betracht ziehen. Denn man weiß nie, aus welchem Bereich die Lösung kommen wird. Wann immer eine neue Heilweise, sei es vegane Rohkost, Bioresonanz, Eigenblut-Therapie oder irgendein anderes alternatives System wiederum zum Dogma und zur Religion wird, kann sie nicht mehr heilen. Sie ist dann ebenso wie unsere heutige westliche Schulmedizin einfach in ihrer Haltung erstarrt.

 

Ein veganer Rohköstler muss vielleicht Fleisch essen, um zu heilen oder ein Fleischesser zur Rohkost übergehen. Es kann ein Antibiotika sein oder eine Operation, die uns letztlich heilt ,oder eine Fastenkur. Oft gelingt der 'Quantensprung', der uns dann tatsächlich von allem Übel befreit, nur über das Ausbrechen aus dem eigenen engen Glaubens- und Verhaltenssystem – und das erfordert durchaus Neugier, Mut und Abenteuergeist.

 

Buchtipps dazu:

 

„Heilung im Licht“ von Anita Moorjani

„Multiple Sklerose erfolgreich behandeln - mit dem Paläo-Programm“ von Terry Wahls

„Werde übernatürlich“ und „Du bist das Placebo“ von Dr. Joe Dispenza

„Noch eine Runde auf dem Karussell“ von Tiziano Terzani

Tochter des Drachenbaums – von Satsanga

 

Buchempfehlung von Renate Fessler aus der Esoterischen Buchhandlung Haidhausen

 

München, 24. Mai

 

Ich frage immer. Im MediaMarkt frage ich die Verkäuferin, was für einen Standmixer aus dem breiten Angebot sie sich denn selbst angeschafft hat. Von meiner Hautärztin will ich wissen, welche Gesichtscreme sie selbst nimmt. Und von Renate Fessler in der Esoterischen Buchhandlung Haidhausen möchte ich erfahren, mit welchem Schmöker sie nun eigentlich in den Urlaub fährt.

 

Renate empfiehlt ein Taschenbuch von Susanne Aernecke mit dem Titel „Tochter des Drachenbaums“. Ich werde nicht enttäuscht. Dies ist eine Mischung aus Historienroman, modernem Medizinkrimi und Liebesgeschichte. Sobald die Story richtig Fahrt aufgenommen hat, bekommt sie etwas Atemloses, und ich stürze mit der Hauptfigur Romy, eine Laborärztin aus Augsburg, von einem Abenteuer ins nächste.

 

Romy fällt immer wieder in Trancen, in der sie das Leben der Heilerin Iriome auf der Kanareninsel La Palma führt. Iriome ist eine sogenannte "Harimaguada", Heilerin, Seherin und Hohepriesterin. Sie soll einen seltenen Pilz behüten, der alle Krankheiten heilen kann und Einblick in die Zukunft und die Vergangenheit schenkt. Nun ist dies keine leichte Zeit, um den Pilz zu schützen. Spanische Konquistadoren erobern die Insel, die Priesterin wird nach Spanien verschleppt und gerät dort in die Mühlen der Inquisition.

 

In der Jetzt-Zeit findet Romy, die Ärztin, auf La Palma tatsächlich diesen geheimnisvollen Pilz, rettet damit das Leben ihrer an Krebs erkrankten Freundin und will das Mittel für die Medizin sichern. Damit gerät sie allerdings sofort in das Netz eines großen Pharmakonzerns, der mit Mafiamitteln arbeitet, um jegliche Konkurrenz durch alternative Heilmittel zu unterdrücken, und dafür auch vor Mord nicht zurückschreckt.

 

CEO dieses Konzerns ist ein gutaussehender Spanier, in den Romy sich verliebt. Sie taucht ein in den Luxus von Privat-Jets, spanischen Herrenhäusern und privaten Jachten. Die Ärztin ist nicht korrumpierbar, aber diese Liebe stürzt sie in tiefste Konflikte. Das Schicksal scheint sich zu wiederholen. Denn auch Iriome verliebt sich in der Vorgeschichte in einen der spanischen Konquistadoren, die La Palma erobern, und rettet ihm sogar das Leben. Doch im Laufe der Geschichte wird sie gleich mehrmals von ihm verraten – er ist noch nicht reif genug für die Aufgabe, den Pilz gemeinsam mit ihr zu beschützen.

 

Ob Romy nun das Gleiche geschieht? Es bleibt fesselnd bis zum Ende. Anklänge an Diana Gabaldon und die „Outlander“-Saga sind da, doch die Geschichte steht durchaus auf eigenen Füßen. Die Autorin, so spürt man, möchte mehr als nur eine spannende Story erzählen. Durchaus aus weiblicher Sicht macht sie darauf aufmerksam, dass eine Verflechtung aus Politik und Macht sich damals wie heute in die Heilkunst eingemischt.

 

Die Pharmakonzerne heute sind mehr an Gewinn als an tatsächlicher Heilung interessiert. Ihre Lobby ist stark genug, um die eigene Macht gesetzlich zu verankern. Ärzte und Heiler, die wirklich forschen und heilen wollen, müssen oft im Halblegalen agieren. Die Geschichte wiederholt sich. Nur wenn eine Wandlung und Erhöhung des Bewusstseins in der Welt des Business eintritt, werden Natur- und Naturheilmittel geschützt sein und wirkliche Heilung möglich.

 

Und wir, die wir uns entschlossen haben, den Weg der Spiritualität zu gehen, sind wie Romy Teil dieses Kampfes um Wandlung. So liest sich Susanne Aerneckes Roman nicht nur als fesselnder Urlaubs-Thriller, sondern auch als Ermutigung zur eigenen Stärke – mit hohem Unterhaltungswert.

 

Wichtige Informationen:

 

Website des Esoterischen Buchladens Haidhausen

http://www.esoterischerbuchladen.de

112 Wege zur Göttlichkeit – von Matthias

 

München, 12. Mai

 

An einer Tantra-Lounge habe ich noch nie teilgenommen. Und wenn die Einlandung des Lebens-Raum Tantra Zentrums München einen Vortrag zum Thema „Vijnana Bhairava Tantra – 112 Weisen zur Erlangung des göttlichen Bewusstseins“ ankündigt, sagt das viel über die Arbeit dort aus. Natürlich hat Tantra eine körperliche, nackte, sinnliche, sexuelle Komponente, die im Lebens-Raum auch in zahlreichen Seminaren angeboten wird. Aber Tantra umfasst eben viel, viel mehr. Ralf und Jutta Deutschmann wissen das – das macht ihre Arbeit so verantwortungsvoll und wertvoll. Ich habe das selbst bereits erleben dürfen.

 

Wir lagern an diesem Abend bequem in Meditationssesseln am Boden, trinken kühles Wasser aus schönen Gläsern und erfahren von Ralf, dass die etwa 1600 Jahre alten Texte des „Vijnana Bhairava“ in Kaschmir entstanden sind und zu den bedeutendsten Schriften des Tantra zählen. Ihr Inhalt: 112 überraschend lapidare Meditationen, die alle Aspekte menschlicher und spiritueller Erfahrungen einschließen und über die man zuletzt den Zustand der Göttlichkeit erreichen kann.

 

Ich folge dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit. Und es erfüllt mich mit stiller Freude, Ralf in seiner Ernsthaftigkeit zu erleben. Denn erst vor dem Hintergrund dieser 112 Meditationen zeigt sich die wahre Dimension seines tantrischen Weges, den er zusammen mit Jutta im ‚Lebens-Raum’ lebt und lehrt.

 

Und diese Dimension hat es wahrlich in sich. So heißt es zum Beispiel bei der Meditation 6: „Achte während der täglichen Aktivitäten auf die Lücke.“ Allein nur das zu tun, bedeutet eine intensive Bewusstheitsschulung. Es würde Monate allerhöchster Konzentration erfordern, diese Achtsamkeit tatsächlich in das alltägliche Leben zu integrieren. Die Meditation 6 konsequent auf diesen Augenblick angewendet, liebe Leser, hieße: Achtet während des Lesens auf die Leerstellen zwischen meinen Wörtern.

 

Die Meditation 11 lautet: „Verschließe alle Sinne und werde wie ein Stein.“ Und ich verstehe, warum diese Tantra-Lounge des Lebens-Raum Tantra Zentrums München ein Vortrag bleibt und uns keine praktischen Übungen bietet. Zu einem Stein werden? Wie soll das an einem Abend gehen?

 

Bei mir dauerte es fast ein Jahr intensivsten Tantra-Trainings, bis ich während einer Wasser-Shiatsu-Sitzung diesen nicht einmal ansatzweise vorstellbaren Moment erleben durfte. Während mich meine Partnerin achtsam in der wellensanften Tiefe unter der Wasseroberfläche treiben ließ, erlebte ich zu meinem eigenen tiefsten Erstaunen den Bewusstseinszustand eines Steins. Die allerälteste Erinnerung meines Seins wurde wach: Ich war in vollkommener Klarheit ein Kieselstein, über den das kühle Wasser eines Baches strömte. Diese nur wenige Sekunden währende Erfahrung zählt zu den sieben goldenen Schätzen meines spirituellen Weges.

 

Die Meditation 27 lautet: „Erschöpfe dich und falle zu Boden.“ Wir Besucher der Tantra-Lounge sind nach Ralfs Vortrag allerdings alles andere als erschöpft, denn es beginnt ein inspirierter, überaus lebhafter Austausch. Und so ist es sehr, sehr gut.

 

Wichtige Informationen:

 

Buchtipps:

Vijnana Bhairava - Das göttliche Bewusstsein“ – übersetzt und kommentiert von der österreichischen Religionswissenschaftlerin Bettina Bäumer.

Das Buch der Geheimnisse“ – das etwa 1300 Seiten umfassende Meisterwerk des großen indischen Weisheitslehrers Osho.

 

Die Informationen zu allen anderen Angeboten im Lebens-Raum Tantra Zentrum München finden Sie auf der Website http://www.tantra-muenchen.de/

Werde übernatürlich – von Savita

 

Nach einer Buchempfehlung von Renate Fessler aus der Esoterischen Buchhandlung Haidhausen

 

München, 3. Mai

 

Ich bin mit einer besonderen Mission im ‚Esoterischen Buchladen' in München in der Sedanstraße. Denn wir von Spiri News haben begonnen, die Buchhändlerinnen aus der esoterischen Szene nach ihren Lieblingstipps zu fragen – ein Buch, dass sie persönlich mögen, ein Karten-Set oder Musik, die heraussticht, ein Produkt, dass sie besonders überzeugt.

 

Seit 21 Jahren gehört der ‚Esoterische Buchladen' zum Franzosenviertel wie das Café um die Ecke. Und so kommen viele treue Haidhauser auf ein Schwätzchen zu seiner Inhaberin Renate Fessler, aber auch zum Schmökern und zum Bücherkaufen.

 

Auf meine Frage hin greift Renate ohne zu zögern Renate zu einem Hardcover-Buch, das bereits auf dem Auslagetisch liegt. Der Titel lautet fast provozierend „Werde übernatürlich“. Autor ist der vom normalen Chiropraktiker zum spirituellen Vordenker gewordene Amerikaner Dr. Joe Dispenza. „Und warum gerade dieses Buch?“ frage ich neugierig nach.

 

„Eigentlich wissen wir schon alles, was Dispenza beschreibt“, meint Renate, „Aber Dispenza sagt es noch einmal mit ganz besonderer Kraft und belegt seine Thesen wissenschaftlich. Mir hat das Buch einen ungeheuren Kick gegeben nicht stehen zu bleiben, sondern jeden Tag mit neuer Vision weiterzumachen". Ich packe das Buch in meinen Fahrradkorb und radle hoch befriedigt davon. Ah, die Vorfreude auf ein neues Buch!

 

Zwei Wochen vergehen. Denn – um es gleich vorwegzunehmen – ganz einfache Lektüre ist dieses Buch nicht. Dispenza hat es sich zur Herkules-Aufgabe gemacht, alle seine praktischen Anleitungen und Meditationen neurowissenschaftlich zu untermauern. Also bekommt man es mit zahlreichen Analysen von Gehirn-Skans, Diagrammen von Herz-Kohärenz-Wellen und den Messwerten von Neurotransmittern zu tun. Doch inmitten dieser nicht ganz leicht verdaulichen Brocken finde ich ganz wunderbare Einsichten und Informationen, die ich tatsächlich längst kenne, die aber so eindringlich und so informativ beschrieben sind, dass sie mich wachrütteln wie schon lange nichts mehr. Es ergeht mir genau so wie Renate vom ‚Esoterischen Buchladen'.

 

Unsere Gedanken, Gewohnheiten und Emotionen erschaffen unser Leben. Dispenza zeigt auf, wie diese sich in unserem Gehirn zu neuronalen Netzwerken verdrahten. Solange wir die gleichen Gedanken denken, den gleichen Gewohnheiten nachgehen und jeden Tag ähnliche Emotionen erleben, erschaffen wir uns immer wieder das gleiche Leben. Denn das elektromagnetische Feld um uns herum strahlt immer die gleiche Botschaft aus, wie ein Radiosender, der auf ein Programm eingestellt ist. Deswegen erzeugen wir in der Gegenwart immer wieder dieselbe Wirklichkeit, die wir irgendeinmal in der Vergangenheit geschaffen haben – und werden dieselbe Wirklichkeit auch in der Zukunft erzeugen. Ein Leben in unendlicher Wiederholung des Gestern. Nichts kann sich ändern.

 

Der Weg in die Befreiung, weg von einem vorhersagbaren Leben und hin zu neuen Potenzialen und Quantensprüngen, führt über eine bewusste Veränderung des Denkens und des Fühlens. Simpel ausgedrückt: Wir müssen unser Gehirn neu vernetzen.

 

Joe Dispenza liebt Beispiele, die er wissenschaftlich belegen kann. Ein besonders einfaches, eindrückliches ist dieses: Während eines 4-tägigen Workshops bat er seine Teilnehmer, sich dreimal täglich für etwa 10 Minuten in einen Zustand höherer Emotionen zu begeben, sich also auf Liebe, Freude oder Dankbarkeit zu konzentrieren. Zu Beginn dieses Workshops und am Ende wurden die sogenannten IgA-Werte der Teilnehmer gemessen. IgA ist ein chemisch höchst wirkungsvolles Protein, dass der Immunabwehr dient, ein Booster für das Immunsystem also. Als die Anfangswerte des IgA mit denen vom Ende des Workshops verglichen wurden, zeigte sich, dass sie nach nur vier Tagen um fast 50 Prozent in die Höhe geschossen waren.

 

Für Leser, die sich aus einer chronischen Krankheit oder aus einer unbefriedigenden Lebenssituation befreien wollen, ist Dispenzas Buch ein Muss. Weil Dispenza ein Mann der Wissenschaft, aber auch ein Mann der Praxis ist, stellt er verschiedene Meditationen und Übungen vor, die alle zum Ziel haben, uns aus alten Programmierungen zu befreien und Neues, Unbekanntes zu erleben.

 

Das Prinzip dabei ist, sich vollkommen auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, alle Aufmerksamkeit vom eigenen Körper, von der eigenen Identität, von den Sinnen, von Raum, Zeit und Außenwelt abzuziehen – und reines Bewusstsein in einem unendlichen Raum zu werden. Denn nur wenn es uns gelingt, unser Potenzial im Quantenfeld anzuzapfen, treten Veränderungen ein ... und zwar ganz von selbst.

 

Dazu Dispenza: "Wenn wir versuchen, als Materie, die sich auf Materie fokussiert, auf Materie Einfluss zu nehmen, dauert das ziemlich lange und kostet eine Menge Energie." Im nichtmateriellen Quantenfeld hingegen existieren alle denkbaren Realitäten als Möglichkeit. Von hier aus lassen sich neue Botschaften, neue Schwingungen, neue elektromagnetische Signaturen aussenden, die das eigene Leben vollkommen verändern können.

 

Wer all dies nicht recht glauben mag, wird dennoch beeindruckt sein, von den unzähligen Fallbeispielen in seinen Büchern und Video-Einspielungen von Geheilten auf seiner US-Website. Letztendliche Klarheit kann nur der Eigenversuch schaffen. Ich selbst war hinreichend inspiriert, um mir nach der Lektüre des Buches eine seiner Übungen als Audio herunterzuladen (sie existieren sowohl in Deutsch als auch im englischen Original) und in meinen Alltag zu integrieren, um das zu erschaffen, was ich gerade „meinen Upgrade“ nenne.

 

Denn: Ich liebe Menschen wie Joe Dispenza, die uns immer wieder auffordern unsere selbsterschaffene Realität neu zu untersuchen, zu hinterfragen, zu modellieren. Menschen, die uns verführen und locken, damit wir uns immer tiefer hineinbegeben in unbekannte Räume und ungelebte Potenziale.

 

Deshalb: Schauen Sie bei Renate Fessler im ‚Esoterischen Buchladen' vorbei und lassen Sie sich von ihrer Begeisterung anstecken. Lesen Sie dieses Buch! Werden auch Sie übernatürlich!

 

Wichtige Informationen:

 

Websites von Dr. Joe Dispenza:

www.drjoedispenza.de und www.drjoedispenza.com

 

Website des Esoterischen Buchladens Haidhausen

http://www.esoterischerbuchladen.de

Den Gefühlen auf der Spur – von Satsanga

 

München, 26. April

 

Emotional Vipassana. Es sind diese neugierig machenden Worte, die mich in den Midheaven Bookshop am Ende der Reichenbachstraße im Gärtnerplatzviertel locken. Der Laden ist eine Institution. Es gibt ihn, solange ich denken kann. Wie immer sitzt Inhaberin Helena – Königin in ihrem Reich, Lebensberaterin und irdischer Engel in einem – hinter ihrem kleinen, überladenen Kassentisch und empfängt mich und die anderen Besucher.

 

Wir wollen den Workshop 'Emotional Vipassana' mit Jeanne Surmont erleben, den der Midheaven Bookshop an diesem Abend anbietet. Jeanne: Pinkfarbener Poncho, lange braune Haare, ruhig, natürlich, authentisch. Zu keinem Zeitpunkt versucht sie, uns zu beeindrucken, aber sie hat sich ganz und gar ihrer Sache verschrieben. Und ihre Sache ist die 'vollkommene Einsicht' (= Vipassana) in die Welt der Gefühle.

 

Gefühle, so Jeanne, sind leicht zu begreifen, wenn wir uns an aufwühlende Ereignisse erinnern: Die erste wirklich große Liebe, ein gebrochenes Herz, die Geburt eines Kindes. Diese Gefühle können wir auch nach Jahren noch abrufen, weil ihre Stärke und ihr Ausschlag so stark sind. Im normalen Alltagsleben bleiben unsere Gefühle jedoch oft unter der Wahrnehmungsschwelle oder werden verdrängt.

 

Manchmal fühlen wir uns angegriffen, sind aber nicht bereit, das Gefühl zu untersuchen, das diesen Schmerz auslöset. Doch gerade das würde uns Aufschluss über die Ursache geben und uns langfristig erlösen. Bis zum siebten Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, abstrakt zu denken. Sie sind reine Gefühlswesen, die alles auf der emotionalen Ebene erfahren. Und so sind es auch fast immer frühe, unverarbeitete Verletzungen unserer Gefühle aus der Kindheit, die unerlöst an die Oberfläche unseres Erwachsenenlebens treiben und uns in alten Verstrickungen halten.

 

Hier setzt Jeanne nun auch mit einer kleinen Workshop-Übung an. Wir sollen uns auf den Herzbereich konzentrieren und ein Thema wie etwa die Angst vor dem Verlassenwerden auftauchen lassen. Mit ruhiger Stimme stellt Jeanne Fragen dazu: Wo spürt du das Gefühl im Körper? Hat es einen Namen? Kannst du ihm Raum geben? Musst du es stehen lassen, kannst du es akzeptieren oder sogar auch umarmen? Hast Du aufgrund des Gefühls einen Glaubenssatz entwickelt, etwa 'Ich bin dumm' oder 'Ich bin nichts wert'?

 

Dies sind hilfreiche Hinweise, die zum Teil aus Jeannes Ansatz der 'Körperzentrierten Herzensarbeit nach Safi Nidiaye' kommen. Und wir haben genug Zeit, in die Tiefe der Welt unserer Gefühle zu reisen – in die Trauer, in die Eifersucht, in den Zorn, in den Neid. Und wann immer wir ein Gefühl bejahen, stehen lassen, respektieren oder gar auch umarmen können, so erfahren wir, ist ein Schritt in Richtung Heilung getan.

 

Und darum geht es vornehmlich in Jeannes Arbeit: Gefühle, vor allem negative Gefühle als Sensoren für alte Verletzungen wahrnehmen. Ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Sie annehmen. Und so herausfinden, wie sie uns helfen können, verlorene Persönlichkeitsanteile wieder hereinzuholen, um zu innerer Ganzheit zu gelangen.

 

Bereichert und innig miteinander verbunden verlassen wir Besucher erst spät am Abend die kleine Buchhandlung. Genug Stoff zum Nachdenken und viel Inspiration für ein alltägliches Vipassana der Gefühle.

 

Weitere Informationen dazu:

 

Website von Jeanne Surmont

www.jeannesurmont.com

Neben Einzelsitzungen bietet Jeanne Surmont in ihrem „Herzkreis“ auch Gruppenarbeit an.

 

Websites des Midheaven Bookshop

http://www.midheavenbookshop.com

Magie der Bäume – von Matthias

 

Gauting, 19. April

 

Was für ein Platz! Ein Hügel, der für normale Augen nur wie eine bedeutungslose Erhebung im Wald des Mühltals aussieht. Nur wenige Schritte abseits der Straße von Gauting nach Starnberg. Doch auf seiner Kuppe hat ein Mann in jahrelanger Arbeit zwischen den Bäumen einen großen Steinkreis ausgelegt, mit kleinen stehenden Menhiren das Zentrum und die vier Himmelsrichtungen markiert sowie eine Steinpyramide errichtet. Und jetzt vollzieht dieser Mann ein Dank- und Segensritual für uns, legt Opfergaben aus, begießt die stehenden Steine mit Met aus einem Trinkhorn.

 

Das ist Rolf Baldur. Er hat uns, seine fünf Gäste, zu diesem Hügel geführt, auf dem er den Kraftkreis errichtet hat, meditiert und seine Inspiration empfängt. Man kann Rolf Baldur durchaus als einen modernen Druiden bezeichnen. Er ist in viel schwarzes Leder gekleidet, trägt um den Hals Weisheitssymbole und die Klaue einer Uhus. Seinen mit Talismanen behängten Wanderstab krönt ein Gebinde aus Hirschgeweih.

 

Rolf Baldur will uns das Ogham der Bäume näherbringen. Ogham? Dabei handelt es sich um die mindestens 1600 Jahre alte Ritzschrift der irischen Kelten, die man dort vor allem auf aufrecht stehenden Steinsäulen findet.

 

Rolf Baldur teilt sein Wissen darüber mit uns, das schier unerschöpflich ist. Denn er kennt die Mythen, die verborgene Geschichte, die magische Kraft und die in die tiefste Tiefe der Vergangenheit reichenden, phantastisch verwobenen Wurzeln dieser Schrift.

 

Und weil die Kelten und ihre Druiden die Wesenheiten der Bäume zutiefst verehrten, haben sie jedem der 25 Ogham-Buchstaben einen Baum zugeordnet: Das N etwa steht für die Esche, das H für den Weißdorn, das A für die Weißtanne.

 

Um nach der ersten Einführung die Bäume zu lesen, sind wir hierher gekommen. Und aus diesem Grund beendet Rolf Baldur dann auch den Vortrag, bietet uns allen Met aus dem Trinkhorn an und führt uns durch den wild belassenen Wald entlang der Würm.

 

Wie gut, dass uns keine mit linguistischen Fachdetails beschwerte Wanderung erwartet. Denn wir beginnen, mit Rolf Baldur die Magie unmittelbar zu erleben. Wir lernen Bäume mit männlicher Energie von jenen mit weiblicher zu unterscheiden. Er weist uns auf rechtsdrehende Bäume hin, die kraftvoll ihre Energie aus dem Himmel empfangen. Und auf linksdrehende kränklich aussehende Bäume, die ihre Energie abgeben, weil sie tief im Reich der Toten verwurzelt sind.

 

Rolf Baldur zeigt uns, wie zwei Bäume Feentore bilden oder wie einer den anderen als Sekretär hält. Und lehrt uns, die Chakren der Bäume zu deuten und Pan-Bäume an ihrem anarchischen Wachstum zu erkennen. So öffnet er unsere Augen und schärft unsere Aufmerksamkeit. Und er zeigt uns zudem, wie die Kraftlinien der Erde das Aussehen des Waldes zusätzlich prägen.

 

Ich ertappe mich dabei, wie ich immer langsamer gehe, immer mehr Details entdecke, bei jedem Augenblick staune, tiefe Ehrfurcht empfinde. So erfüllt mit neuem Wissen und sensibilisiert für jeden der magischen Aspekte unserer Bäume bin ich noch nie durch einen Wald gegangen ...

 

Wichtige Informationen:

 

Alle Events mit Rolf Baldur finden statt im Labegu, Laden der Begegnung – http://www.laden-der-begegnung.com

 

Summend in die Stille – von Satsanga

 

München, 12. April

 

Es ist 5:45 Uhr, die Morgendämmerung setzt gerade ein. Ich summe laut und anhaltend als gelte es mein Leben. Mein Atem wird tiefer und das Summen voller. Alle Zellen und Organe scheinen harmonisch zu vibrieren. Und jedes Mal verstummt für eine Weile mein Schmerz und ich begebe mich in einen tiefen, heilsamen, inneren Raum. Es ist mein morgendliches Rendezvous mit 'Osho-Nadabrahma' – eine von Oshos aktiven Meditationen.

 

Denn das meiste über Meditation habe ich in Indien und bei Osho gelernt. Osho: Ein genialer Mensch, Mystiker, spiritueller Lehrer, der Millionen von Menschen inspiriert und beeinflusst hat und dessen Bücher in 55 Sprachen übersetzt sind. Das ist eine der 'offiziellen' Beschreibungen. Sie kann letztlich niemals umfassen, was Osho für jeden Einzelnen bedeutet. Das ist eine ganz andere Dimension – in der die Worte versagen. Aber über die Erfahrungen mit seinen Meditationen kann man sprechen – und das will ich tun in diesem Blog.

 

Wie gesagt, 'Nadabrahma' ist eine von Oshos aktiven Meditationen. Osho ist der Ansicht, dass der moderne Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich einfach hinzusetzen und in die Stille zu finden, so wie die Menschen dies zu Zeiten von Gautama Buddha noch konnten. Unser Leben ist zu schnell, überladen, stressig und angespannt. Wir müssen uns erst schütteln oder tanzen oder auch unsere Wut entladen, schreien, toben oder wild lachen – bevor wir die innere Ruhe finden, um in den Zustand der Meditation zu gleiten. So beginnen diese Meditationen mit aktiven Phasen, oft begleitet von Musik, und geleiten den Praktizierenden dann schrittweise zur inneren Stille.

 

'Osho Nadabrahma' dauert genau eine Stunde und ist verglichen mit anderen Osho Meditationen nur mäßig aktiv. Mir kommt dies im Moment sehr entgegen. Ich leide seit über sieben Monaten an einer chronischen Entzündung in meinem Körper, die mir unerklärliche Schmerzen bereitet und sich bislang allen Therapien und Heilversuchen entzieht. Mit 'Nadabrahma' erlebe ich nun jeden Morgen ein Highlight.

 

Für die ersten 30 Minuten summe ich mit geschlossenen Lippen, durchaus hörbar, sodass ich irgendwann fast automatisch beginne, meinen eigenen Tönen zu lauschen. Jedes Mal löst sich mein Schmerz auf und eine tiefe Ruhe und innerer Frieden breiten sich in mir aus. Ich bin fast traurig, wenn die Musik sich ändert und die zweite Phase beginnt. Sehr langsam, auf der Höhe des Nabels beginnend, umschreibe ich mit meinen Händen Kreise in der Luft, erst nach außen Energie gebend, dann nach innen und Energie aus dem Universum nehmend. Die letzten fünfzehn Minuten bestehen einfach aus stillem Sitzen.

 

Wenn Körper und Geist vollkommen im Einklang sind, kann sich die Seele freimachen und zum Beobachter werden – so eine von Oshos Einsichten zur 'Nadabrahma'.

 

Wann immer ich mich einer von Oshos Meditationen für einen längeren Zeitraum widme, hat dies einen großen Einfluss auf mein Leben. Immer tiefere, subtilere Schichten des Seins werden aktiviert, das Herz öffnet sich und strömt über, ich fühle mich geerdet und genährt, auseinanderstrebende Teile meines Inneren werden geeint und integriert – dies ist nur eine kleine Auswahl all der zu erwartenden Wohltaten.

 

Oft treffe ich auf Menschen, die all dies gleich  in der ersten Meditation erfahren wollen und enttäuscht aufgeben. Meditation ist wie ein magischer Pflanzensprössling, der umsorgt werden will. Mit Geduld wächst er, wird groß wie ein Baum und gibt alles, was man ihm gegeben hat, tausendfach zurück. Am besten man geht einen Vertrag mit sich selbst ein, sich für 7, 14 ,21 Tage oder auch 3 Monate einer bestimmten Meditation zu widmen. Danach kann man sich entspannt zurücklehnen und innere Wunder jeder Art genießen.

 

Ich bin nicht geheilt von meiner Krankheit und der Schmerz stellt sich manchmal bereits nach dem Frühstück wieder ein. „This too will pass", wie Osho so oft sagt. Auch dies wird vorbei gehen. Meine Nadabrahma-Morgende sind mir heilig. Mein Spirit segelt eine Stunde lang im Aufwind. Und auf einer Ebene, die ich nicht genau definieren kann, fühle ich mich vollkommen ganz und heil.

 

Wichtige Informationen dazu:

 

Hier finden Sie die Online-Anleitungen und die Musik:

www.osho.com/de/meditate/active-meditations/nadabrahma-meditation

 

Das für mich beste Buch über Meditation: OSHO - Das blaue Meditationsbuch

 

Mit Inaara in Glastonbury/Avalon – von Matthias

 

München, 5. April

 

Ich habe das Engel-Medium Ingrid Inaara Rosenmaier im Atlantis, ihrem Zentrum für neues Bewusstsein in Freising, kennengelernt. Bei einem Seminar zur Arbeit mit dem Metatron-Lichtstab. Und ich durfte sie im vergangenen Sommer bei einem Heilritual für den Ort Wildbad Kreuth begleiten. Denn die Engel haben Inaara beauftragt, kleine und große Heilreisen zu unternehmen – und die haben sie und ihre Mitreisenden bisher nicht nur nach Kreuth, Berchtesgaden oder Berlin, sondern über Malta, Israel und Ägypten sogar bis nach Hawaii geführt.

 

Der nächste Engel-Auftrag an Inaara: Eine mystische Englandreise nach Avalon/Glastonbury, die sie nun vom 26. Mai bis 2. Juni anbietet. Inaara weiß,  wenn sich genügend Menschen bereit erklären, zu meditieren, um erst in sich selbst und dann im eigenen Umfeld Frieden zu schließen, fließt diese Friedensenergie ins morphische Feld sowie in die kristallinen Gitternetze der Erde und beeinflusst die Welt und all ihre Bewohner! Glastonbury ist ein perfekter Ort dafür!

 

Denn ich kenne auch Glastonbury. Die Kelten nannten den Ort Ynys Witrin, die Insel aus Glas. Später wurde daraus Avalon, das Zentrum der legendären Welt des Königs Arthus und des Heiligen Grals. Glastonbury mit der heute in Ruinen liegenden Abtei, dem druidischen Quellheiligtum Chalice Well und dem magischen Pilgerberg Glastonbury Tor, an dem die mächtigsten Kraftlinien ganz Englands zusammenfließen.

 

Inaara sagt dazu: „Dieser magische Ort strömt eine hohe Schwingung aus, beruhigt und nährt uns und lässt tiefliegende persönliche Themen sacht an die Oberfläche aufsteigen, damit sie wieder in Fluss kommen. Hier ist es möglich, uns auf unsere ureigenste Seelenebene einzuschwingen. Ein Ort der Geburt, der Erfahrung der göttlichen Erdkräfte und universellen Schönheiten und Fülle erwartet uns.“

 

Und sie fährt fort: „Wir arbeiten immer spirituell an uns, aber ebenso sehr auch an dem Land, in das uns die Engel schicken. Wir werden nicht ohne einen bestimmten Grund an einen Ort gerufen. Meistens wartet dort ein Seelenanteil auf uns oder eine Erinnerung. Oder wir bekommen ein Geschenk oder haben dem Land etwas zu geben. Ich fahre mit meinen Gruppen nicht an Orte, nur weil da das Wetter so gut oder der Strand so schön ist. Es ist immer eine Aufgabe dabei. Es ist eine wundervolle Mischung aus Erholung, Genuss und spiritueller Arbeit. Und immer sind die Engel mit uns.“

 

Ich selbst habe bereits diese heilsamen Rituale mit Inaara vollzogen, die ihre Mitreisenden tief mit dem Ort und der Aufgabe verbinden. Dabei stellen sich alle, wie Inaara ganz in Weiß gekleidet, in einem Heilkreis auf, singen, meditieren, berühren die Steine, die Bäume,  schwingen mit dem Metatron-Stab und beschenken den Ort mit ihrer gebündelten Seelenkraft. Nach den Ritualen dann genießen und feiern alle den besonderen Platz, das Sein mit der im Herzen verbundenen Gruppe und jede Stunde dieses außergewöhnlichen Tages. Es wird eine wundervolle Reise sein!

 

Natürlich wird es auch Ausflüge mit Inaara geben, etwa nach Avebury zum größten Steinkreis der Welt, vor allem aber nach Tintagel Castle, dem Geburtsort des mythologischen Königs Arthus. Ich habe schon viel in England gesehen und erlebt, aber kein Ort hat mich so im Innersten berührt wie Tintagel Castle auf den schroffen Felsen über dem Atlantik. Hier hat meine eigene spirituelle Reise begonnen. Also freut euch darauf, mit Inaara auch diesen magischen Platz zu besuchen – so viel ist möglich dort ...

 

Wichtige Information:

 

Diese Reise hat mit 23 TeilnehemrInnen bereits stattgefunden.

 

Im Spirit der Berührung – von Satsanga

 

München, 29. März

 

Alfredo Santos öffnet die Tür mit einem Lächeln. Verschmitzt, ein bisschen schüchtern, ein wenig jungenhaft. So steht er vor mir im grauen T-Shirt. Einer von diesen Menschen, die man sofort gern hat. Vielleicht, weil sein Lächeln nicht nur höflich die Lippen hochzieht, sondern aus den Augen strömt und sogleich das Herz berührt. Alfredo kommt aus Mexiko und trägt mit sich die Wärme und das Flair des Südländers wie ein würziges Rasierwasser. Muy sympatico! Ich kann ihm vertrauen.

 

Und das ist wichtig, denn ich komme zu einer Massage. Der Raum ist einladend klar. Zen-Ambiente, kein Schnickschnack. Ich mag das. Die Massageliege ist mit einer Heizdecke schön vorgewärmt. Alfredo verschwindet diskret, während ich mich ausziehe. Umsichtig breitet er das Massagetuch über mir aus. Und ja, da ist es auch schon, dieses mir so vertraute Gefühl des Loslassens und sich Hingebens in den sinnlichen Genuss von guter Körperarbeit.

 

Warme, energiegeladene Hände gleiten über meinen nackten Rücken. Alfredo benutzt lange ausstreichende Griffe, nicht zu tief, für seine mir so willkommene Entspannungsmassage. Die Technik ist eine Mischung aus Lomi Lomi und schwedischer Massage. Auf mein Bitten fügt Alfredo noch Fuß-Akupressur ein in meine kostbaren sechzig Minuten. Ich bleibe ganz in meinem Kokon aus eigenen Empfindungen und spüre förmlich wie das Wohlfühlhormon Oxytocin, das bei Massagen aktiviert wird, meinen ganzen Körper durchflutet.

 

Noch ein Pluspunkt auf meiner persönlichen Hitliste für gute Massagen: Alfredo redet nicht. Er bittet mich nicht, tiefer zu atmen oder hierhin oder dorthin zu spüren. Denn das schätze ich überhaupt nicht.

 

Wie so viele Bodyworker hat auch Alfredo Nomadenblut in sich. In Mexiko City, wo er Veterinärmediziner war, wollte er nicht bleiben. Für zehn Jahre lebte er in den USA – lernte Massage in Seattle, betrieb einen Hundesalon in Philadelphia, zog weiter nach San Francisco. Eine Liebesbeziehung brachte ihn nach Deutschland. Und da seine Deutschkenntnisse anfangs mager waren, lag es auf der Hand, den Traum von der Veterinärmedizin auf Eis zu legen und sich auf die Massage zu besinnen, für die es nicht so viele Worte braucht. Inzwischen hat Alfredo sich einen guten Ruf und ein hoch zufriedenes Klientel erworben.

 

Noch ein wenig benommen und verträumt von meiner Behandlung, frage ich Alfredo, wie er sich diese so bemerkenswert tiefe Energie in seinen Händen erklärt und wie er auf die Massage kam. Und da taucht sogleich, als hätte jemand sie geistig in den Raum eingeladen, die Gestalt seiner Großmutter auf. Sie war eine Schamanin und ist letztes Jahr im Alter von 107 Jahren verstorben. Als Kind konnte er ihre Handlungen nicht recht begreifen, denn sie redete mit dem Spirit der Steine und der Pflanzen, benutzte die außergewöhnlichsten Heilmethoden und kannte alle Kniffe und Geheimnisse der tiefen Bauchmassage – die auch im asiatischen Raum unter dem Namen 'Chi Nei Tsang' bekannt ist. Ja, und so ist es wohl auch der Spirit der Großmutter, der Alfredo beschützend in fremden Ländern umfängt und zurückführt zu diesem uralten und noblen Handwerk: Heilung durch Hände.

 

Ich habe sicherlich auch etwas von der Energie der Großmutter empfangen. Jedenfalls verlasse ich köstlich an Körper und Geist gesättigt die Praxis von Alfredo Santos.

 

Ach, und nur um es erwähnt zu haben: Alfredo kann immer noch unglaublich gut mit Tieren umgehen. Falls jemand seinen Hund mitbringen will zur Massage ...

 

Alle Informationen zu Arbeit und Praxis von Alfredo Santos

finden Sie im Menülink "Hilfe für Körper und Seele"

Der Klang der Kalligrafie

von Matthias

 

München, 22. März

 

Es ist ein milder Abend, ein Hauch von Vorfrühling liegt in der Luft, als ich den kurzen Weg von meinem Autoparkplatz zur Adresse Gaißacherstraße 1 spaziere. Hier befinden sich die Räume des Tao Health Centers. Und hier bietet an diesem Abend Christian Sedelmayer sein Heaven's Healing an. Dabei handelt es sich, kurz gesagt, um eine geführte Meditation zur kraftvollen Selbstheilung durch die Seele. Außer mir sind noch acht andere Teilnehmer dort, die Erleichterung bei sehr unterschiedlichen Beschwerden suchen.

 

Christian hat seine Fähigkeiten als Divine Soul Healer aus der chinesischen Heiltradition erworben. Einer der Kernsätze dieser Philosophie lautet: "Heile zuerst die Seele eines Organs, der Körper folgt von alleine".

 

Nach einer kurzen allgemeinen Einführung für die Erstbesucher beginnt Christian, ein schlanker Mann mit grazilen Bewegungen, mit der Anrufung und Einladung hoher Meister und Wesenheiten. Sie werden uns an diesem Abend machtvoll und liebevoll unterstützen. Wir sprechen und singen ihm im Chor nach und manifestieren so Liebe, Frieden und Harmonie für uns und die anderen. Immer wieder bedanken wir uns und bekräftigen unsere Segnung für das zu heilende Organ, sei es eine entzündete Lunge oder ein gebrochenes Herz.

 

Zentraler Moment des Heaven’s Healing ist dann die Arbeit mit heilenden Kalligraphien. Kalligraphien, diese mit Eleganz, Kraft und tiefem spirituellem Wissen vollendeten Tuschezeichen großer Meister. In der chinesischen Seele-Geist-Körper-Medizin misst man Kalligraphien einen hohen Stellenwert bei – besitzen sie doch heilsame Schwingungen, die sich übertragen, wenn man die Linien nachzeichnet oder sich auch einfach nur mit ihr verbindet.

 

Die Heil-Kalligraphie dieses Abends, die Christian in einem Buch herumreicht, ist von faszinierender Schönheit und unglaublich aussagekräftig. Während wir sie betrachten, dann langsam mit den Fingerspitzen ihre Form Schwung für Schwung nachziehen und zuletzt das Buch mit der Kalligraphie auf unser Herz-Chakra legen, erfüllt eine berührende, konzentrierte Stille den Raum.

 

In einem abschließenden Austausch wird klar, jeder von uns nimmt aus diesem Abend etwas ganz Persönliches mit. Ein Teilnehmer, der Heilung für ein Trauma sucht, hat ermutigende Bilder erhalten. Eine Teilnehmerin fühlt sich voll Staunen zum ersten Mal mit der Seele ihres erkrankten Organs verbunden. Für mich ist es ein ganz neuer und nachdenklich stimmender Ansatz, dass meine Organe eine Seele haben. Wenn ich mich mit ihr verbinde und Heilung zunächst auf dieser – höchsten – Ebene anstrebe, kann auch die körperliche Heilung gelingen.

 

Wenn auch die gesungenen Anrufungen zu Beginn auf mich ein wenig fremd wirkten, verlasse ich den Ort doch meditativ gestimmt und mit einem großen Seelenfrieden.

 

Die Gruppenmeditationen zum Heaven’s Healing mit Christian Sedelmayer finden vierzehntägig donnerstags um 19:00 Uhr statt. In diesen Gruppenabenden werden die Selbstheilungstechniken gelehrt (siehe SpiriNews, Hinweise).

 

Zudem bietet Christian auch Einzelsitzungen an. Hier werden karmische Blockaden durch Blessings aus hohen himmlischen Ebenen transformiert. Dies ist heilsam für körperliche, emotionale und geistige Probleme und sogar für Schwierigkeiten im Bereich Beziehungen und Finanzen.

 

Wichtige Information:

 

Das nächste Heaven's Healing findet statt am Donnerstag, 13. September

 

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