Willkommen beim neuen Blog von SpiriNews

Den Gefühlen auf der Spur – von Satsanga

 

München, 26. April

 

Emotional Vipassana. Es sind diese neugierig machenden Worte, die mich in den Midheaven Bookshop am Ende der Reichenbachstraße im Gärtnerplatzviertel locken. Der Laden ist eine Institution. Es gibt ihn, solange ich denken kann. Wie immer sitzt Inhaberin Helena – Königin in ihrem Reich, Lebensberaterin und irdischer Engel in einem – hinter ihrem kleinen, überladenen Kassentisch und empfängt mich und die anderen Besucher.

 

Wir wollen den Workshop 'Emotional Vipassana' mit Jeanne Surmont erleben, den der Midheaven Bookshop an diesem Abend anbietet. Jeanne: Pinkfarbener Poncho, lange braune Haare, ruhig, natürlich, authentisch. Zu keinem Zeitpunkt versucht sie, uns zu beeindrucken, aber sie hat sich ganz und gar ihrer Sache verschrieben. Und ihre Sache ist die 'vollkommene Einsicht' (= Vipassana) in die Welt der Gefühle.

 

Gefühle, so Jeanne, sind leicht zu begreifen, wenn wir uns an aufwühlende Ereignisse erinnern: Die erste wirklich große Liebe, ein gebrochenes Herz, die Geburt eines Kindes. Diese Gefühle können wir auch nach Jahren noch abrufen, weil ihre Stärke und ihr Ausschlag so stark sind. Im normalen Alltagsleben bleiben unsere Gefühle jedoch oft unter der Wahrnehmungsschwelle oder werden verdrängt.

 

Manchmal fühlen wir uns angegriffen, sind aber nicht bereit, das Gefühl zu untersuchen, das diesen Schmerz auslöset. Doch gerade das würde uns Aufschluss über die Ursache geben und uns langfristig erlösen. Bis zum siebten Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, abstrakt zu denken. Sie sind reine Gefühlswesen, die alles auf der emotionalen Ebene erfahren. Und so sind es auch fast immer frühe, unverarbeitete Verletzungen unserer kindlichen Gefühle, die unerlöst oft schon aus nichtigem Anlass erneut an die Oberfläche unseres Erwachsenenlebens aufsteigen, erneut schmerzen und uns in alten Verstrickungen halten.

 

Hier setzt Jeanne nun auch mit einer kleinen Workshop-Übung an. Wir sollen uns auf den Herzbereich konzentrieren und ein Thema wie etwa die Angst vor dem Verlassenwerden auftauchen lassen. Mit ruhiger Stimme stellt Jeanne Fragen dazu: Wo spürt du das Gefühl im Körper? Hat es einen Namen? Kannst du ihm Raum geben? Musst du es stehen lassen, kannst du es akzeptieren oder sogar auch umarmen? Hast Du aufgrund des Gefühls einen Glaubenssatz entwickelt, etwa 'Ich bin dumm' oder 'Ich bin nichts wert'?

 

Dies sind hilfreiche Hinweise, die zum Teil aus Jeannes Ansatz der 'Körperzentrierten Herzarbeit' kommen. Und wir haben genug Zeit, in die Tiefe der Welt unserer Gefühle zu reisen – in die Trauer, in die Eifersucht, in den Zorn, in den Neid. Und wann immer wir ein Gefühl bejahen, stehen lassen, respektieren oder gar auch umarmen können, so erfahren wir, ist ein Schritt in Richtung Heilung getan.

 

Und darum geht es vornehmlich in Jeannes Arbeit: Gefühle, vor allem negative Gefühle als Sensoren für alte Verletzungen wahrnehmen. Ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Sie annehmen. Und so herausfinden, wie sie uns helfen können, verlorene Persönlichkeitsanteile wieder hereinzuholen, um zu innerer Ganzheit zu gelangen.

 

Bereichert und innig miteinander verbunden verlassen wir Besucher erst spät am Abend die kleine Buchhandlung. Genug Stoff zum Nachdenken und viel Inspiration für ein alltägliches Vipassana der Gefühle.

 

Weitere Informationen

 

Website von Jeanne Surmont

www.jeannesurmont.com

Jeanne Surmont bietet in ihrem „Herzkreis“ auch Einzelsitzungen und Gruppenarbeit an.

 

Websites des Midheaven Bookshop

http://www.midheavenbookshop.com

Magie der Bäume – von Matthias

 

Gauting 19. April

 

Was für ein Platz! Ein Hügel, der für normale Augen nur wie eine bedeutungslose Erhebung im Wald des Mühltals aussieht. Nur wenige Schritte abseits der Straße von Gauting nach Starnberg. Doch auf seiner Kuppe hat ein Mann in jahrelanger Arbeit zwischen den Bäumen einen großen Steinkreis ausgelegt, mit kleinen stehenden Menhiren das Zentrum und die vier Himmelsrichtungen markiert sowie eine Steinpyramide errichtet. Und jetzt vollzieht dieser Mann ein Dank- und Segensritual für uns, legt Opfergaben aus, begießt die stehenden Steine mit Met aus einem Trinkhorn.

 

Das ist Rolf Baldur. Er hat uns, seine fünf Gäste, zu diesem Hügel geführt, auf dem er den Kraftkreis errichtet hat, meditiert und seine Inspiration empfängt. Man kann Rolf Baldur durchaus als einen modernen Druiden bezeichnen. Er ist in viel schwarzes Leder gekleidet, trägt um den Hals Weisheitssymbole und die Klaue einer Uhus. Seinen mit Talismanen behängten Wanderstab krönt ein Gebinde aus Hirschgeweih.

 

Rolf Baldur will uns das Ogham der Bäume näherbringen. Ogham? Dabei handelt es sich um die mindestens 1600 Jahre alte Ritzschrift der irischen Kelten, die man dort vor allem auf aufrecht stehenden Steinsäulen findet.

 

Rolf Baldur teilt sein Wissen darüber mit uns, das schier unerschöpflich ist. Denn er kennt die Mythen, die verborgene Geschichte, die magische Kraft und die in die tiefste Tiefe der Vergangenheit reichenden, phantastisch verwobenen Wurzeln dieser Schrift.

 

Und weil die Kelten und ihre Druiden die Wesenheiten der Bäume zutiefst verehrten, haben sie jedem der 25 Ogham-Buchstaben einen Baum zugeordnet: Das N etwa steht für die Esche, das H für den Weißdorn, das A für die Weißtanne.

 

Um nach der ersten Einführung die Bäume zu lesen, sind wir hierher gekommen. Und aus diesem Grund beendet Rolf Baldur dann auch den Vortrag, bietet uns allen Met aus dem Trinkhorn an und führt uns durch den wild belassenen Wald entlang der Würm.

 

Wie gut, dass uns keine mit linguistischen Fachdetails beschwerte Wanderung erwartet. Denn wir beginnen, mit Rolf Baldur die Magie unmittelbar zu erleben. Wir lernen Bäume mit männlicher Energie von jenen mit weiblicher zu unterscheiden. Er weist uns auf rechtsdrehende Bäume hin, die kraftvoll ihre Energie aus dem Himmel empfangen. Und auf linksdrehende kränklich aussehende Bäume, die ihre Energie abgeben, weil sie tief im Reich der Toten verwurzelt sind.

 

Rolf Baldur zeigt uns, wie zwei Bäume Feentore bilden oder wie einer den anderen als Sekretär hält. Und lehrt uns, die Chakren der Bäume zu deuten und Pan-Bäume an ihrem anarchischen Wachstum zu erkennen. So öffnet er unsere Augen und schärft unsere Aufmerksamkeit. Und er zeigt uns zudem, wie die Kraftlinien der Erde das Aussehen des Waldes zusätzlich prägen.

 

Ich ertappe mich dabei, wie ich immer langsamer gehe, immer mehr Details entdecke, bei jedem Augenblick staune, tiefe Ehrfurcht empfinde. So erfüllt mit neuem Wissen und sensibilisiert für jeden der magischen Aspekte unserer Bäume bin ich noch nie durch einen Wald gegangen ...

 

Wichtige Informationen dazu:

 

Es gibt zeitnah zwei Veranstaltungen, um Rolf Baldur und sein tiefes Wissen um die Kultur unserer keltischen Vorfahren zu erleben:

 

BELTANE – Exkursion zu einem heiligen Platz und Ritual zum Jahreskreisfest „Beltane“. Alle Informationen dazu finden Sie im Menülink „16 Events vom 30.4.–6.5.“

 

THING – die keltische Runde. Alle Informationen dazu finden Sie im Menülink „16 Events vom 7.5.–13.5.“

 

Beide Events mit Rolf Baldur finden statt oder beginnen im Labegu, Laden der Begegnung – http://www.laden-der-begegnung.com

 

Summend in die Stille – von Satsanga

 

München, 12. April

 

Es ist 5:45 Uhr, die Morgendämmerung setzt gerade ein. Ich summe laut und anhaltend als gelte es mein Leben. Mein Atem wird tiefer und das Summen voller. Alle Zellen und Organe scheinen harmonisch zu vibrieren. Und jedes Mal verstummt für eine Weile mein Schmerz und ich begebe mich in einen tiefen, heilsamen, inneren Raum. Es ist mein morgendliches Rendezvous mit 'Osho-Nadabrahma' – eine von Oshos aktiven Meditationen.

 

Denn das meiste über Meditation habe ich in Indien und bei Osho gelernt. Osho: Ein genialer Mensch, Mystiker, spiritueller Lehrer, der Millionen von Menschen inspiriert und beeinflusst hat und dessen Bücher in 55 Sprachen übersetzt sind. Das ist eine der 'offiziellen' Beschreibungen. Sie kann letztlich niemals umfassen, was Osho für jeden Einzelnen bedeutet. Das ist eine ganz andere Dimension – in der die Worte versagen. Aber über die Erfahrungen mit seinen Meditationen kann man sprechen – und das will ich tun in diesem Blog.

 

Wie gesagt, 'Nadabrahma' ist eine von Oshos aktiven Meditationen. Osho ist der Ansicht, dass der moderne Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich einfach hinzusetzen und in die Stille zu finden, so wie die Menschen dies zu Zeiten von Gautama Buddha noch konnten. Unser Leben ist zu schnell, überladen, stressig und angespannt. Wir müssen uns erst schütteln oder tanzen oder auch unsere Wut entladen, schreien, toben oder wild lachen – bevor wir die innere Ruhe finden, um in den Zustand der Meditation zu gleiten. So beginnen diese Meditationen mit aktiven Phasen, oft begleitet von Musik, und geleiten den Praktizierenden dann schrittweise zur inneren Stille.

 

'Osho Nadabrahma' dauert genau eine Stunde und ist verglichen mit anderen Osho Meditationen nur mäßig aktiv. Mir kommt dies im Moment sehr entgegen. Ich leide seit über sieben Monaten an einer chronischen Entzündung in meinem Körper, die mir unerklärliche Schmerzen bereitet und sich bislang allen Therapien und Heilversuchen entzieht. Mit 'Nadabrahma' erlebe ich nun jeden Morgen ein Highlight.

 

Für die ersten 30 Minuten summe ich mit geschlossenen Lippen, durchaus hörbar, sodass ich irgendwann fast automatisch beginne, meinen eigenen Tönen zu lauschen. Jedes Mal löst sich mein Schmerz auf und eine tiefe Ruhe und innerer Frieden breiten sich in mir aus. Ich bin fast traurig, wenn die Musik sich ändert und die zweite Phase beginnt. Sehr langsam, auf der Höhe des Nabels beginnend, umschreibe ich mit meinen Händen Kreise in der Luft, erst nach außen Energie gebend, dann nach innen und Energie aus dem Universum nehmend. Die letzten fünfzehn Minuten bestehen einfach aus stillem Sitzen.

 

Wenn Körper und Geist vollkommen im Einklang sind, kann sich die Seele freimachen und zum Beobachter werden – so eine von Oshos Einsichten zur 'Nadabrahma'.

 

Wann immer ich mich einer von Oshos Meditationen für einen längeren Zeitraum widme, hat dies einen großen Einfluss auf mein Leben. Immer tiefere, subtilere Schichten des Seins werden aktiviert, das Herz öffnet sich und strömt über, ich fühle mich geerdet und genährt, auseinanderstrebende Teile meines Inneren werden geeint und integriert – dies ist nur eine kleine Auswahl all der zu erwartenden Wohltaten.

 

Oft treffe ich auf Menschen, die all dies gleich  in der ersten Meditation erfahren wollen und enttäuscht aufgeben. Meditation ist wie ein magischer Pflanzensprössling, der umsorgt werden will. Mit Geduld wächst er, wird groß wie ein Baum und gibt alles, was man ihm gegeben hat, tausendfach zurück. Am besten man geht einen Vertrag mit sich selbst ein, sich für 7, 14 ,21 Tage oder auch 3 Monate einer bestimmten Meditation zu widmen. Danach kann man sich entspannt zurücklehnen und innere Wunder jeder Art genießen.

 

Ich bin nicht geheilt von meiner Krankheit und der Schmerz stellt sich manchmal bereits nach dem Frühstück wieder ein. „This too will pass", wie Osho so oft sagt. Auch dies wird vorbei gehen. Meine Nadabrahma-Morgende sind mir heilig. Mein Spirit segelt eine Stunde lang im Aufwind. Und auf einer Ebene, die ich nicht genau definieren kann, fühle ich mich vollkommen ganz und heil.

 

Wichtige Informationen dazu:

 

Die Osho Nadabrahma Meditation wird in lockerer Folge im Osho Leela in München angeboten. Der nächste Termin ist der 4. Mai. Alle weiteren Informationen finden Sie im Menülink "17 Events vom 30.4.–6.5."

 

Hier finden Sie die Online-Anleitungen und die Musik:

www.osho.com/de/meditate/active-meditations/nadabrahma-meditation

 

Das für mich beste Buch über Meditation: OSHO - Das blaue Meditationsbuch

 

Unser Tipp:

 

Eine weitere sehr schöne – und von uns selbst mit großer Freude miterlebte – Gelegenheit, Osho und die Osho Nadabrahma kennenzulernen, ist das Osho Festival 2018 von Donnerstag, 26. April – Dienstag, 1. Mai im Naturpark Schönbuch bei Stuttgart. Man kann auch für einzelne Tage kommen. Die Website mit allen Informationen dazu: http://www.oshofestival.de

 

Mit Inaara in Glastonbury/Avalon – von Matthias

 

München, 5. April

 

Ich habe das Engel-Medium Ingrid Inaara Rosenmaier im Atlantis, ihrem Zentrum für neues Bewusstsein in Freising, kennengelernt. Bei einem Seminar zur Arbeit mit dem Metatron-Lichtstab. Und ich durfte sie im vergangenen Sommer bei einem Heilritual für den Ort Wildbad Kreuth begleiten. Denn die Engel haben Inaara beauftragt, kleine und große Heilreisen zu unternehmen – und die haben sie und ihre Mitreisenden bisher nicht nur nach Kreuth, Berchtesgaden oder Berlin, sondern über Malta, Israel und Ägypten sogar bis nach Hawaii geführt.

 

Der nächste Engel-Auftrag an Inaara: Eine mystische Englandreise nach Avalon/Glastonbury, die sie nun vom 26. Mai bis 2. Juni anbietet. Inaara weiß,  wenn sich genügend Menschen bereit erklären, zu meditieren, um erst in sich selbst und dann im eigenen Umfeld Frieden zu schließen, fließt diese Friedensenergie ins morphische Feld sowie in die kristallinen Gitternetze der Erde und beeinflusst die Welt und all ihre Bewohner! Glastonbury ist ein perfekter Ort dafür!

 

Denn ich kenne auch Glastonbury. Die Kelten nannten den Ort Ynys Witrin, die Insel aus Glas. Später wurde daraus Avalon, das Zentrum der legendären Welt des Königs Arthus und des Heiligen Grals. Glastonbury mit der heute in Ruinen liegenden Abtei, dem druidischen Quellheiligtum Chalice Well und dem magischen Pilgerberg Glastonbury Tor, an dem die mächtigsten Kraftlinien ganz Englands zusammenfließen.

 

Inaara sagt dazu: „Dieser magische Ort strömt eine hohe Schwingung aus, beruhigt und nährt uns und lässt tiefliegende persönliche Themen sacht an die Oberfläche aufsteigen, damit sie wieder in Fluss kommen. Hier ist es möglich, uns auf unsere ureigenste Seelenebene einzuschwingen. Ein Ort der Geburt, der Erfahrung der göttlichen Erdkräfte und universellen Schönheiten und Fülle erwartet uns.“

 

Und sie fährt fort: „Wir arbeiten immer spirituell an uns, aber ebenso sehr auch an dem Land, in das uns die Engel schicken. Wir werden nicht ohne einen bestimmten Grund an einen Ort gerufen. Meistens wartet dort ein Seelenanteil auf uns oder eine Erinnerung. Oder wir bekommen ein Geschenk oder haben dem Land etwas zu geben. Ich fahre mit meinen Gruppen nicht an Orte, nur weil da das Wetter so gut oder der Strand so schön ist. Es ist immer eine Aufgabe dabei. Es ist eine wundervolle Mischung aus Erholung, Genuss und spiritueller Arbeit. Und immer sind die Engel mit uns.“

 

Ich selbst habe bereits diese heilsamen Rituale mit Inaara vollzogen, die ihre Mitreisenden tief mit dem Ort und der Aufgabe verbinden. Dabei stellen sich alle, wie Inaara ganz in Weiß gekleidet, in einem Heilkreis auf, singen, meditieren, berühren die Steine, die Bäume,  schwingen mit dem Metatron-Stab und beschenken den Ort mit ihrer gebündelten Seelenkraft. Nach den Ritualen dann genießen und feiern alle den besonderen Platz, das Sein mit der im Herzen verbundenen Gruppe und jede Stunde dieses außergewöhnlichen Tages. Es wird eine wundervolle Reise sein!

 

Natürlich wird es auch Ausflüge mit Inaara geben, etwa nach Avebury zum größten Steinkreis der Welt, vor allem aber nach Tintagel Castle, dem Geburtsort des mythologischen Königs Arthus. Ich habe schon viel in England gesehen und erlebt, aber kein Ort hat mich so im Innersten berührt wie Tintagel Castle auf den schroffen Felsen über dem Atlantik. Hier hat meine eigene spirituelle Reise begonnen. Also freut euch darauf, mit Inaara auch diesen magischen Platz zu besuchen – so viel ist möglich dort ...

 

Alle Informationen  zu dieser Reise finden Sie im Menülink

"6 spirituelle Reisen"

Im Spirit der Berührung – von Satsanga

 

München, 29. März

 

Alfredo Santos öffnet die Tür mit einem Lächeln. Verschmitzt, ein bisschen schüchtern, ein wenig jungenhaft. So steht er vor mir im grauen T-Shirt. Einer von diesen Menschen, die man sofort gern hat. Vielleicht, weil sein Lächeln nicht nur höflich die Lippen hochzieht, sondern aus den Augen strömt und sogleich das Herz berührt. Alfredo kommt aus Mexiko und trägt mit sich die Wärme und das Flair des Südländers wie ein würziges Rasierwasser. Muy sympatico! Ich kann ihm vertrauen.

 

Und das ist wichtig, denn ich komme zu einer Massage. Der Raum ist einladend klar. Zen-Ambiente, kein Schnickschnack. Ich mag das. Die Massageliege ist mit einer Heizdecke schön vorgewärmt. Alfredo verschwindet diskret, während ich mich ausziehe. Umsichtig breitet er das Massagetuch über mir aus. Und ja, da ist es auch schon, dieses mir so vertraute Gefühl des Loslassens und sich Hingebens in den sinnlichen Genuss von guter Körperarbeit.

 

Warme, energiegeladene Hände gleiten über meinen nackten Rücken. Alfredo benutzt lange ausstreichende Griffe, nicht zu tief, für seine mir so willkommene Entspannungsmassage. Die Technik ist eine Mischung aus Lomi Lomi und schwedischer Massage. Auf mein Bitten fügt Alfredo noch Fuß-Akupressur ein in meine kostbaren sechzig Minuten. Ich bleibe ganz in meinem Kokon aus eigenen Empfindungen und spüre förmlich wie das Wohlfühlhormon Oxytocin, das bei Massagen aktiviert wird, meinen ganzen Körper durchflutet.

 

Noch ein Pluspunkt auf meiner persönlichen Hitliste für gute Massagen: Alfredo redet nicht. Er bittet mich nicht, tiefer zu atmen oder hierhin oder dorthin zu spüren. Denn das schätze ich überhaupt nicht.

 

Wie so viele Bodyworker hat auch Alfredo Nomadenblut in sich. In Mexiko City, wo er Veterinärmediziner war, wollte er nicht bleiben. Für zehn Jahre lebte er in den USA – lernte Massage in Seattle, betrieb einen Hundesalon in Philadelphia, zog weiter nach San Francisco. Eine Liebesbeziehung brachte ihn nach Deutschland. Und da seine Deutschkenntnisse anfangs mager waren, lag es auf der Hand, den Traum von der Veterinärmedizin auf Eis zu legen und sich auf die Massage zu besinnen, für die es nicht so viele Worte braucht. Inzwischen hat Alfredo sich einen guten Ruf und ein hoch zufriedenes Klientel erworben.

 

Noch ein wenig benommen und verträumt von meiner Behandlung, frage ich Alfredo, wie er sich diese so bemerkenswert tiefe Energie in seinen Händen erklärt und wie er auf die Massage kam. Und da taucht sogleich, als hätte jemand sie geistig in den Raum eingeladen, die Gestalt seiner Großmutter auf. Sie war eine Schamanin und ist letztes Jahr im Alter von 107 Jahren verstorben. Als Kind konnte er ihre Handlungen nicht recht begreifen, denn sie redete mit dem Spirit der Steine und der Pflanzen, benutzte die außergewöhnlichsten Heilmethoden und kannte alle Kniffe und Geheimnisse der tiefen Bauchmassage – die auch im asiatischen Raum unter dem Namen 'Chi Nei Tsang' bekannt ist. Ja, und so ist es wohl auch der Spirit der Großmutter, der Alfredo beschützend in fremden Ländern umfängt und zurückführt zu diesem uralten und noblen Handwerk: Heilung durch Hände.

 

Ich habe sicherlich auch etwas von der Energie der Großmutter empfangen. Jedenfalls verlasse ich köstlich an Körper und Geist gesättigt die Praxis von Alfredo Santos.

 

Ach, und nur um es erwähnt zu haben: Alfredo kann immer noch unglaublich gut mit Tieren umgehen. Falls jemand seinen Hund mitbringen will zur Massage ...

 

Alle Informationen zu Arbeit und Praxis von Alfredo Santos

finden Sie im Menülink

"11 Adressen Body and Soul"

Der Klang der Kalligrafie

von Matthias

 

München, 22. März

 

Es ist ein milder Abend, ein Hauch von Vorfrühling liegt in der Luft, als ich den kurzen Weg von meinem Autoparkplatz zur Adresse Gaißacherstraße 1 spaziere. Hier befinden sich die Räume des Tao Health Centers. Und hier bietet an diesem Abend Christian Sedelmayer sein Heaven's Healing an. Dabei handelt es sich, kurz gesagt, um eine geführte Meditation zur kraftvollen Selbstheilung durch die Seele. Außer mir sind noch acht andere Teilnehmer dort, die Erleichterung bei sehr unterschiedlichen Beschwerden suchen.

 

Christian hat seine Fähigkeiten als Divine Soul Healer aus der chinesischen Heiltradition erworben. Einer der Kernsätze dieser Philosophie lautet: "Heile zuerst die Seele eines Organs, der Körper folgt von alleine".

 

Nach einer kurzen allgemeinen Einführung für die Erstbesucher beginnt Christian, ein schlanker Mann mit grazilen Bewegungen, mit der Anrufung und Einladung hoher Meister und Wesenheiten. Sie werden uns an diesem Abend machtvoll und liebevoll unterstützen. Wir sprechen und singen ihm im Chor nach und manifestieren so Liebe, Frieden und Harmonie für uns und die anderen. Immer wieder bedanken wir uns und bekräftigen unsere Segnung für das zu heilende Organ, sei es eine entzündete Lunge oder ein gebrochenes Herz.

 

Zentraler Moment des Heaven’s Healing ist dann die Arbeit mit heilenden Kalligraphien. Kalligraphien, diese mit Eleganz, Kraft und tiefem spirituellem Wissen vollendeten Tuschezeichen großer Meister. In der chinesischen Seele-Geist-Körper-Medizin misst man Kalligraphien einen hohen Stellenwert bei – besitzen sie doch heilsame Schwingungen, die sich übertragen, wenn man die Linien nachzeichnet oder sich auch einfach nur mit ihr verbindet.

 

Die Heil-Kalligraphie dieses Abends, die Christian in einem Buch herumreicht, ist von faszinierender Schönheit und unglaublich aussagekräftig. Während wir sie betrachten, dann langsam mit den Fingerspitzen ihre Form Schwung für Schwung nachziehen und zuletzt das Buch mit der Kalligraphie auf unser Herz-Chakra legen, erfüllt eine berührende, konzentrierte Stille den Raum.

 

In einem abschließenden Austausch wird klar, jeder von uns nimmt aus diesem Abend etwas ganz Persönliches mit. Ein Teilnehmer, der Heilung für ein Trauma sucht, hat ermutigende Bilder erhalten. Eine Teilnehmerin fühlt sich voll Staunen zum ersten Mal mit der Seele ihres erkrankten Organs verbunden. Für mich ist es ein ganz neuer und nachdenklich stimmender Ansatz, dass meine Organe eine Seele haben. Wenn ich mich mit ihr verbinde und Heilung zunächst auf dieser – höchsten – Ebene anstrebe, kann auch die körperliche Heilung gelingen.

 

Wenn auch die gesungenen Anrufungen zu Beginn auf mich ein wenig fremd wirkten, verlasse ich den Ort doch meditativ gestimmt und mit einem großen Seelenfrieden.

 

Die Gruppenmeditationen zum Heaven’s Healing mit Christian Sedelmayer finden vierzehntägig donnerstags um 19:00 Uhr statt. In diesen Gruppenabenden werden die Selbstheilungstechniken gelehrt (siehe SpiriNews, Hinweise).

 

Zudem bietet Christian auch Einzelsitzungen an. Hier werden karmische Blockaden durch Blessings aus hohen himmlischen Ebenen transformiert. Dies ist heilsam für körperliche, emotionale und geistige Probleme und sogar für Schwierigkeiten im Bereich Beziehungen und Finanzen.

 

Alle Informationen  zum nächsten Event finden Sie im Menülink

"16 Events vom 30.4.–6.5."

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